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IG Metall: Termin für Airbus-Konzernumbau verschoben

·Lesedauer: 2 Min.

Hamburg (dpa) - Der ursprüngliche Umsetzungstermin für den Konzernumbau bei Airbus ist nach Gewerkschaftsangaben vom Tisch.

Arbeitgeber und die IG Metall hätten sich in ihrer dritten Verhandlungsrunde darauf verständigt, den Termin für Änderungen bei Airbus Operations und Premium Aerotec am 1. Januar 2022 zunächst zurückzustellen, sagte der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Daniel Friedrich, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Stattdessen hätten die Verhandlungspartner verabredet, ein Gesamtpaket zur Lösung aller Themen zu schnüren. Das betreffe die Bereiche Abspaltung, mögliche Investoren und Standorte.

Friedrich nannte die Gespräche am Hamburger Flughafen konstruktiv. Nun würden sechs Wochen lang in gemeinsamen Arbeitsgruppen Lösungsvorschläge erarbeitet. Die nächste Verhandlungsrunde sei für den 9. November vereinbart worden. «Dadurch, dass wir die Gespräche fortsetzen, werden wir jetzt nicht weiter über Warnstreiks oder ähnliches nachdenken müssen», sagte Friedrich. Der Druck sei erst mal aus dem Kessel.

Rund 13.000 Beschäftigte betroffen

Airbus wollte ursprünglich Anfang 2022 Teile von Airbus Operations und große Teile von Premium Aerotec in einer neuen Tochter aufgehen lassen. Zudem soll eine neue Einheit entstehen, die sich auf die Fertigung von Einzelteilen und Kleinkomponenten konzentriert. Für dieses Unternehmen, das auch andere Kunden bedienen soll, strebt Airbus die Verbindung mit einem «starken, externen Partner» an. Davon betroffen wären rund 13.000 Beschäftigte. Airbus Operations hat nach Angaben des Flugzeugbauers rund 18.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Premium Aerotec etwa 7000.

Aus Protest gegen die Pläne waren am vorvergangenen Freitag mehr als 12.000 Beschäftigte in einen knapp eintägigen Warnstreik getreten. Betroffen waren Airbus-Standorte in Hamburg, Stade, Bremen und Buxtehude. Bei der Airbus-Tochter Premium Aerotec wiederum streikten Beschäftigte am Hauptsitz in Augsburg sowie in Bremen, Varel und Nordenham.

Sollten Beschäftigte wegen der Umstrukturierung ihren Job verlieren, fordert die IG Metall für sie als Absicherung eine Abfindung von drei Bruttomonatsgehältern je Beschäftigungsjahr bei einem Sockelbetrag von 25 000 Euro. Zudem sollen eine Härtefallregelung für IG-Metall-Mitglieder sowie zweijährige Qualifizierungsmaßnahmen bei Fortzahlung der Bezüge vereinbart werden.

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