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Hohe Nachfrage nach Corona-Tests führt zu ersten Engpässen — so sieht die Verfügbarkeit bei Drogerien, Discountern und Apotheken derzeit aus

·Lesedauer: 4 Min.
Die Sieben-Tage-Inzidenz klettert seit Tagen auf neue Höchstwerte. Offenbar testen sich die Menschen folglich wieder häufiger. Schnelltests sind mancherorts vergriffen.
Die Sieben-Tage-Inzidenz klettert seit Tagen auf neue Höchstwerte. Offenbar testen sich die Menschen folglich wieder häufiger. Schnelltests sind mancherorts vergriffen.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland steigt stark an und erreicht immer neue Rekordwerte. In dieser Woche meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) erstmals mehr als 50.000 Neuinfektionen an einem Tag. Die Sieben-Tage-Inzidenz erreichte am Freitag einen neuen Höchstwert. Auch die Politik greift das Thema auf: Schon ab nächster Woche könnten die Bürgerinnen und Bürger wieder Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest pro Person und Woche haben, wie es aus einem Verordnungsentwurf aus dem Gesundheitsministerium hervorgeht.

Doch angesichts der stark steigenden Zahlen und der geselligen Wintermonate dürfte die Nachfrage nach Corona-Schnelltests steigen und Verbraucher sich auch privat damit eindecken. Business Insider hat recherchiert, inwiefern Schnelltests derzeit verfügbar sind, wie sich die weltweiten Probleme in den Lieferketten auf die Versorgung auswirken und ob angesichts der steigenden Nachfrage mit Preissteigerungen zu rechnen ist.

"Aktuell nicht vorrätig"

Business Insider hat am Freitagmorgen einen Blick in die Online-Shops verschiedener Drogerieketten und Discounter geworfen. Das ist natürlich nur eine Momentaufnahme, gibt jedoch einen Einblick in die aktuelle Situation. So waren bei der Drogeriemarktkette Rossmann drei von vier Selbsttests "aktuell nicht vorrätig". Bei "Dm" waren alle vier Schnelltests "momentan online nicht verfügbar". Ein stichprobenartiger Blick auf die Verfügbarkeit der Tests in den Filialen zeigte, zumindest in deutschen Großstädten, ein gemischtes Bild. So waren die Tests vielleicht nicht direkt in der "Filiale um die Ecke" verfügbar, aber durchaus erhältlich. Im Online-Shop von "Müller" gab es lediglich einen Schnelltest für 8,99 Euro, der auch einen digitalen Nachweis ermöglichen soll. Allerdings war dieser nicht lieferbar, sondern in der Filiale abzuholen. Auf seiner Website schreibt "Müller", dass Corona-Selbsttests für 1,95 Euro pro Stück in den Filialen zu finden seien.

Im Online-Shop des Discounters Aldi hat Business Insider keine Schnelltests gefunden. Beim Konkurrenten Lidl sind laut den Angaben im Online-Shop drei von vier Schnelltest-Produkten in der Filiale erhältlich. Online erhältlich war ein Fünfer-Set für 9,45 Euro, also 1,89 Euro pro Stück.

"Nachfrage nach Corona-Selbsttests kontinuierlich gestiegen"

Business Insider hat den Unternehmen einige Fragen gestellt, zur Verfügbarkeit, Problemen in der Lieferkette und möglichen Preissteigerungen. Nicht alle haben geantwortet. Rossmann teilte mit: "Seit September ist die Nachfrage nach Corona-Selbsttests kontinuierlich gestiegen. Die Verfügbarkeit ist grundsätzlich gesichert, es kann jedoch aufgrund der derzeit hohen Nachfrage punktuell zu kurzfristigen Engpässen kommen."

Die Drogeriekette "Dm" antwortete, man wolle den Kunden sowohl online als auch in den Märkten "Zugang zu einem attraktiven Sortiment an Selbsttests ermöglichen". Um dieses Ziel zu erreichen, habe das Unternehmen verschiedene Produkte von unterschiedlichen Anbietern im Sortiment. "Derzeit kann es aufgrund der schwankenden Nachfrage sowie gestörter Lieferketten dazu kommen, dass nicht immer alle Produkte ausreichend verfügbar sind", sagte Dm-Geschäftsführer Sebastian Bayer zu Business Insider. Die Märkte würden jedoch regelmäßig mit neuer Ware beliefert.

"Stellen uns auf die erhöhte Nachfrage ein"

Aldi Süd teilte Business Insider mit: "Wir bemerken aktuell eine erhöhte Nachfrage nach Corona-Selbsttests. Die Bestände in unseren Filialen werden täglich überprüft. Zum jetzigen Zeitpunkt erwarten wir keine Engpässe und stellen uns auf die erhöhte Nachfrage ein." Aldi Süd bat um Verständnis, "dass wir zu Preisentwicklungen keine Angaben machen".

Lidl verwies auf die online erhältlichen Selbsttests hin und bat ebenfalls um Verständnis, "dass wir grundsätzlich keine Angaben zur Preisentwicklung sowie zum Kundenverhalten machen". Auch Rossmann und "Dm" äußerten sich nicht auf die Frage, ob mit Preissteigerungen zu rechnen sei.

"Das führt auch zu steigenden Preisen"

Auch in den Apotheken könnten die Schnelltests knapp werden. "Ein sprunghafter Anstieg der Nachfrage bei Antigen-Schnelltests für Laien kann in einzelnen Apotheken dazu führen, dass die Produkte zeitweise nicht vorrätig sind und nachbestellt werden müssen. Ein bundesweiter oder dauerhafter Lieferengpass bei den Antigen-Schnelltests ist uns derzeit nicht bekannt", teilte ein Sprecher Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände mit.

Schärfer formulierte es Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands Nordrhein. „Die aktuell stark steigenden Infektionszahlen führen zu einer erhöhten Nachfrage der Schnelltests in den Apotheken. Vielerorts sind Tests nicht mehr erhältlich“, so Preis zur "Rheinischen Post". "Auch die Zulieferer für die Apotheken können nicht mehr alle Bestellungen unserer Mitgliedsapotheken bedienen. Wir haben mit Engpässen bei Tests für Laien und bei professionellen Tests für unsere Teststellen zu kämpfen", so Preis. Die Folge: "Das führt auch zu steigenden Preisen."

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