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Herrenkosmetik boomt - aber für Haut und Haar statt Nägel

·Lesedauer: 1 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Markt für Herrenkosmetik vor allem für Haut und Haar boomt, auch wenn das Corona-Jahr einen kleinen Dämpfer gab. Laut Studie "Boomer ungeschminkt" geben zum Beispiel über 60 Prozent der Männer an, dass Körper- und Schönheitspflege ihnen sehr wichtig sei. Und 55 Prozent empfinden den Angaben zufolge eine Maniküre als selbstwertsteigernd. Für die Studie wurden unter anderem 1000 sogenannte Boomer - also Menschen zwischen 50 und 69 Jahren - im repräsentativen Online-Panel befragt.

Der Markt für Herrenkosmetik ist laut Industrieverband Körperpflege und Waschmittel (IKW) in Frankfurt/Main "ein wichtiger Teilbereich der Kosmetik". Nach den letzten verfügbaren Zahlen für das Jahr 2019 betrug der Umsatz in diesem Bereich gut 873 Millionen Euro (plus 0,9 Prozent). Zur Einordnung: Frauenkosmetik ist ein Milliardenmarkt - allein mit Damendüften wurden im selben Jahr laut IKW 960 Millionen Euro umgesetzt, mit sogenannter dekorativer Kosmetik 1,8 Milliarden.

Dass Männer auch Kosmetika wie Nagellack für sich entdecken, ist bislang kein Massenphänomen, sondern eher Online-Trend. "Im Moment sehen wir zwar, dass bei männlichen Influencern die Begeisterung für dekorative Kosmetik zugenommen hat und sich auch der eine oder andere Schauspieler mit Nagellack auf dem roten Teppich zeigt", sagt Birgit Huber, die stellvertretende Geschäftsführerin beim Industrieverband Körperpflege und Waschmittel (IKW) in Frankfurt/Main. Doch ein richtiger Markt sei da nicht auszumachen.

Unterschiedliche Kosmetika für Frauen und Männer gibt es zum Beispiel deshalb, weil Männerhaut etwa 20 Prozent dicker als Frauenhaut ist, einen höheren Fettgehalt hat und einen anderen pH-Wert besitzt. Auch die Körperbehaarung ist bei Männern stärker ausgeprägt und die Haare sind wesentlich dicker. Männer sind zudem häufiger als Frauen von schnell fettenden Haaren oder Schuppen betroffen.

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