Deutsche Märkte geschlossen

Halle und Magdeburg planen frühe Beschränkungen bei Corona-Ausbrüchen

MAGDEBURG/HALLE (dpa-AFX) - Die beiden Großstädte Magdeburg und Halle in Sachsen-Anhalt wollen im Fall eines neuen Corona-Ausbruchs eher mit Beschränkungen reagieren als von Bund und Ländern verabredet. Das kündigten die Oberbürgermeister am Mittwoch an. Halle würde eingreifen, wenn es in einer Woche 35 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner gäbe, sagte der parteilose OB Bernd Wiegand. Diese Anzahl sei in den vergangenen Wochen der Spitzenwert gewesen.

Mit Blick auf die Einwohnerzahl der Stadt wäre dieses Verhältnis bei etwa 85 neuen Fällen pro Woche erreicht. Auch Magdeburg würde frühzeitig eingreifen, sagte Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD). "Aber nicht, indem wir die ganze Stadt lahmlegen." Vielmehr müsse lokal entschieden werden, wie die Situation eingedämmt werden könne.

Bei Beratungen von Bund und Ländern einigten sich die Vertreter nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch darauf, dass die Länder bei größeren Ausbrüchen konsequente Verschärfungen der Corona-Regeln garantieren sollen. Entsprechende Beschränkungen sollen demnach ab 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche greifen.