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Wir haben 5 Kinder unter 7 Jahren: So gehen wir mit ihren Wutanfällen um

Die Gründer von Big Little Feelings geben Tipps für den Umgang mit Wutausbrüchen bei Kleinkindern. - Copyright: Courtesy of Alex Stone
Die Gründer von Big Little Feelings geben Tipps für den Umgang mit Wutausbrüchen bei Kleinkindern. - Copyright: Courtesy of Alex Stone

Dieser Essay basiert auf einem Gespräch mit Kristin Gallant und Deena Margolin, den Gründerinnen von Big Little Feelings. Er wurde aus Gründen der Länge und Klarheit überarbeitet.

Damals, im Jahr 2020, waren wir auf der Suche nach diesem schwer fassbaren Dorf, von dem alle reden. Ihr wisst schon, das Dorf, das euch gebrauchte Sachen schenkt, euch Ratschläge gibt oder einfach nur zuhört, ohne euch zu verurteilen, wenn ihr euch von dem Ausflug in den Supermarkt erholt, bei dem euer Kind den 1000sten Nervenzusammenbruch des Tages hatte.

Wir sind beste Freundinnen und können uns glücklich schätzen, einander zu haben. Aber darüber hinaus konnten wir nicht viel finden. Also beschlossen wir, die Gemeinschaft zu schaffen, die wir wollten. Eine Community, die ehrlich ist, in der man sich wiedererkennen kann, die frei von Vorurteilen ist, die praktische Ratschläge für die Erziehung gibt und die wissenschaftlich fundierte Unterstützung bietet.

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Elternschaft ist sehr, sehr schwer — wir wissen das, weil wir zusammen fünf Kinder haben (drei für Kristin und zwei für Deena). Aber noch schwieriger als die Elternschaft ist es, sich selbst zu erziehen. Denn inmitten all der schlaflosen Säuglingsnächte und Kleinkindschmelzen wachsen wir und verändern uns selbst.

Wie bringen wir das alles unter einen Hut? Mit diesen sieben Schritten.

1. Wutanfälle normalisieren

Im Gegensatz zu dem, was euch eure Schwiegermutter oder der Verkäufer im Supermarkt weismachen will, sind Wutanfälle bei Kindern völlig normal. Sie sind sogar ein Zeichen für eine gesunde Entwicklung des Gehirns. Wenn euer Kind das nächste Mal einen Wutanfall hat, denkt daran, dass ihr nichts falsch macht und dass ihr auf keinen Fall ein böses Kind habt.

2. Spielt das lange Spiel

Es gibt keine Möglichkeit, jeden Wutanfall zu verhindern, aber man kann einige davon vermeiden. Die Art und Weise, wie wir reagieren, kann Wutanfälle entweder verstärken oder abschwächen. Unsere Reaktion wirkt sich auf die Länge, Stärke und Anzahl der Wutanfälle in der Zukunft aus. Man muss es nicht jedes Mal richtig machen, aber ein Überdenken der Art und Weise, wie man auf Wutanfälle reagiert, kann in den Kleinkindjahren hilfreich sein.

3. Nicht eskalieren, nicht verhandeln

Wenn wir an der Seite unserer Kleinkinder eskalieren oder versuchen, mit ihnen zu verhandeln, machen wir den Wutanfall nur noch größer. Das ist, als ob man Öl ins Feuer gießt. Leitet stattdessen eure innere Ruhe so gut ihr könnt. Lasst diese Ruhe ansteckend sein. Ihr werdet sehen, dass der Wutanfall nachlässt.

Ja, wir wissen, dass das extrem schwer ist. Ihr werdet es nicht jedes Mal richtig machen und das ist in Ordnung.

4. Bestätigt das Gefühl

Es ist so verlockend zu versuchen, die Gefühle unseres Kleinkindes zu korrigieren, aber das kann sie ungewollt vermindern. Vermeidet es, Dinge zu sagen, die die Gefühle des Kindes herabsetzen, wie "Hör auf zu weinen. Dir geht es gut!" oder "Es ist nur ein Buntstift! Wir haben eine Million Buntstifte. Beruhige dich!"

Lasst eurer Kind stattdessen zu Wort kommen, auch wenn es darum geht, dass ein lila Buntstift, nun ja, lila ist. Wenn ihr eurem Kind das Gefühl geben, dass es gesehen und gehört wird, kann das einen Wutanfall verkürzen oder sogar ganz verhindern.

5. Die Grenze einhalten

Das beste Mittel zur Verhinderung von Wutanfällen ist es, immer und immer wieder eine Grenze zu ziehen. Mit der Zeit lernt euer Kind, dass es nur noch eine Episode gibt, wenn ihr sagt: "Noch eine Episode" — und daran kann auch kein Wutanfall, kein Weinen und kein Zurückstoßen etwas ändern.

Das mag hart erscheinen, ist aber in Wirklichkeit freundlich und liebevoll. Euer Kind mag den Eindruck haben, dass es alle Entscheidungen selbst treffen möchte, aber in Wirklichkeit fühlt es sich am sichersten, wenn ihr die selbstbewusste Führungskraftelt in eurem Zuhause seid und klare, konsequente Grenzen setzen. Die Einhaltung dieser Grenzen ist entscheidend, um Wutanfälle zu vermeiden.

6. Wechselt zum Ja

Kleinkinder hören den ganzen Tag lang "Nein". Versucht also, ihnen Ja zu sagen. Wenn ihr ihnen zum Beispiel sagt, dass sie nicht mehr am Bildschirm sitzen dürfen, bietet ihnen eine Alternative an wie: "Es ist Zeit für einen Snack. Möchtest du deinen roten oder blauen Becher?"

Wenn du zu einem Ja übergehst, lenkst du den Fokus vom "Nein" der Grenze weg und gibst deinem Kind stattdessen ein kleines Stück altersgerechte Macht.

7. Achtet auf euch selbst

Wir mussten beide bewusste Schritte unternehmen, um an uns als Eltern zu arbeiten. Manchmal kann das zu Hause geschehen, wie bei Deana, die ihre Kommunikationsmuster mit ihrem Mann bewusst und absichtlich umgestaltet hat. Manchmal braucht man aber auch professionelle Hilfe. Für Kristin war die Therapie buchstäblich lebensrettend, da sie ihr half, ihre Ängste als Mutter in den Griff zu bekommen. Wir wollen emotional widerstandsfähige Kinder großziehen, und das bedeutet, dass wir unsere eigene emotionale Widerstandsfähigkeit aufbauen müssen.

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