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Ich habe die Retoure von Temu getestet – und bin auf zwei Probleme gestoßen, auf die ihr achten solltet

Viel kommt bei Temu in Plastik und noch mehr Plastik. - Copyright: Business Insider; picture alliance / ZUMAPRESS.com | Rafael Henrique
Viel kommt bei Temu in Plastik und noch mehr Plastik. - Copyright: Business Insider; picture alliance / ZUMAPRESS.com | Rafael Henrique

Die chinesische Shopping-App Temu hat die Download-Charts gestürmt und online eine Welle von Schnäppchen-Wut und Empörung ausgelöst. Was der Händler anders macht als andere: Er ist ein Marktplatz für chinesische Hersteller, die ihre Ware direkt den Kunden anbieten können. Mittels der ausgeklügelten Logistik kommt die dann auch meist innerhalb von sieben bis zehn Tagen, so die Statistik des Herstellers. Ein Test von Business Insider bestätigte das. Doch was ist mit der Retoure?

Die Retoure ist ein häufiger Kritikpunkt auf Plattformen wie Trustpilot. Lange dauere die Rückzahlung, hieß es dort in einigen Bewertungen. Teilweise beschwerten sich Nutzer, ihr Paket sei laut Sendungsverfolgung angekommen, eine Rückzahlung sei aber ausgeblieben.

Erstes Problem: der fehlende Versandkarton

Ich habe daher selbst den Test gemacht und festgestellt: Die Probleme beginnen vor der Abgabe des Pakets. Denn während eine Temu-Lieferung in einer Plastik-Versandtasche kam, die sich einfach wiederverwerten ließ, kam eine zweite einfach in einem unförmigen Bündel aus dicker Plastikfolie, über und über mit Paketband umwickelt.

Das Ungetüm ließ sich nur in einer geradezu chirurgischen Operation öffnen. Ich hätte das Bündel sicher auch klüger mit der Schere aufschneiden können, doch die Frage blieb: Kann man das für den Rückversand überhaupt wiederverwenden?

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Temu selbst gibt in der App eine Antwort. Man solle die Artikel am besten in einen Standardkarton legen, um Gebühren für ein übergroßes Paket zu vermeiden. Wer keinen zuhause hat, könne sich ja einen im DHL-Shop kaufen. Dann ist es vorbei mit der kostenlosen Retoure. Ich hatte zum Glück noch einen alten Karton herumstehen und musste nicht extra zahlen.

In der App erhält man nach Anmeldung der Retoure einen DHL-Lieferschein. Wichtig: Nur die erste Rücksendung aus einer Lieferung ist kostenlos. Retourniert ihr also zwei Artikel direkt nach Erhalt der Bestellung, weil sie euch nicht gefallen, müsst ihr danach für jede weitere Rücksendung drei Euro zahlen. Zusammen mit dem Karton kann sich das läppern.

Zweites Problem: Keine Synchronisation des Trackings

Was außerdem irritiert: In der Temu-App gibt es wie bei Bestellungen auch für die Rücksendungen eine Sendungsverfolgung. Die aktualisierte sich in meinem Fall aber nicht mit der Sendungsverfolgung von DHL. Dass ich mein Paket in der Postfiliale abgegeben hatte, wurde nicht registriert – was mich kurz irritierte.

Aber letztlich bietet auch US-Gigant Amazon keinen solchen Service. Und über das Eintreffen im litauischen Paketzentrum sowie den Abschluss der "Qualitätsprüfung", wie das bei Temu heißt, wurde ich per E-Mail informiert. Das hatte ich zuerst nicht bemerkt und stattdessen in der App nachgesehen – wo die Statusupdates zur Retoure in meinem Postfach leider unter dem Rabatt- und Angebotsspam untergegangen waren.

Danach verlief alles problemlos: Am Samstag hatte ich meinen Artikel zur Post gebracht – Mittwoch registrierte mein Paypal-Account die Rückzahlung. Bei einem zweiten Paket dauerte es von Montag bis Freitag. Es ging also noch schneller, als Temu selbst verspricht. In der App heißt es, die Rückerstattung erfolge je nach Zahlungsmethode zwischen einem und fünf Tagen nach Abschluss der "Qualitätsprüfung".

Berichte, denen zufolge jeder der auf der Plattform verkaufenden Hersteller selbst für die Rücknahme zuständig sei und Rückzahlungen sich teils wochenlang verzögerten, konnte mein Test nicht bestätigen. Die Pakete gingen an ein Logistikzentrum in Litauen, wo augenscheinlich die Weiterverarbeitung vorgenommen wurde. Wer allerdings Pech und keinen Versandkarton mehr zuhause hat, für den könnte die Retoure nicht so kostenlos sein, wie versprochen.