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Höhere Kosten belasten Konsumgüterkonzern Unilever - Prognose gesenkt

·Lesedauer: 2 Min.

ROTTERDAM/LONDON (dpa-AFX) - Steigende Kosten für Rohstoffe, Verpackung und Logistik belasten den Konsumgüterkonzern Unilever <GB00B10RZP78> zunehmend. Dies, zusammen mit wieder steigenden Investitionen, drücke auf das Ergebnis, teilte das Unternehmen am Donnerstag in London mit. Unilever senkte daher die Prognose für die bereinigte operative Marge im laufenden Geschäftsjahr und geht nun von einem Wert auf Vorjahresniveau aus, nachdem das Management im April noch einen leichten Anstieg in Aussicht gestellt hatte. Die Umsatzprognose bestätigte der Konzern und geht weiter von einem Wachstum aus eigener Kraft von 3 bis 5 Prozent aus. Die Aktien fielen am Vormittag um fast vier Prozent.

Im ersten Halbjahr stiegen die Erlöse leicht um 0,3 Prozent auf 25,8 Milliarden Euro, wie es hieß. Dabei belastete unter anderem der starke Euro. Organisch, sprich bereinigt um Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe stieg der Umsatz um 5,4 Prozent. Im zweiten Quartal betrug das Wachstum aus eigener Kraft 5 Prozent, was etwas besser war, als Analysten in einem von Unilever zusammen gestellten Konsens im Schnitt erwartet hatten.

Höhere Kosten sowie der starke Euro ließen die bereinigte operative Marge des ersten Halbjahres indes um einen Prozentpunkt auf 18,8 Prozent sinken. Das Ergebnis je Aktie fiel um 5 Prozent auf 1,19 Euro. Bereinigt sank das Ergebnis je Aktie um 2 Prozent auf 1,33 Euro. Analysten hatten hier mit einem größeren Rückgang gerechnet.

Das Umfeld bleibe dabei im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie volatil, auch wenn es einige Verbesserungstendenzen gebe, hieß es. In China setze sich die Erholung fort, jedoch liege das Marktwachstum weiter unter dem vor der Pandemie. In Nordamerika und Europa liefen die Geschäfte im zweiten Quartal zum Teil schwächer, da die Nachfrage für Lebensmittel, die zu Hause konsumiert werden können sowie für Hygieneprodukte im Vergleich zum Vorjahr zurückging. In Südostasien belastete ein neuer Lockdown.

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