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Grenke-Finanzchef sieht Erholung - Klage gegen Perring offen

·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Nachdem die Grenke AG das Leasing-Neugeschäft im zweiten Quartal stabilisiert hat, rechnet Finanzvorstand Sebastian Hirsch damit, dass der Konzern seine Prognose für das Gesamtjahr erreichen wird. Bei der von einem Bafin-Prüfer kritisierten Banksparte sieht er einen Neustart. Über eine Klage gegen Leerverkäufer Fraser Perring, der dem Konzern Betrug vorgeworfen hatte, sei noch nicht entschieden.

“Wir erwarten, dass das Neugeschäft im zweiten Halbjahr anziehen wird”, obwohl die Pandemie noch nicht ausgestanden und das dritte Quartal traditionell das schwächste sei, erklärte Hirsch in einem Interview mit Bloomberg. “An unserer Gesamtjahresprognose halten wir fest”.

Für 2021 hatte der Konzern ein Leasing-Neugeschäft zwischen 1,7 Milliarden Euro und 2 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Im zweiten Quartal lag es bei rund 400 Millionen Euro und damit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres, wie das Unternehmen am Freitag bekannt gab.

Für die Grenke Bank erwartet Hirsch derweil einen Neuanfang. “Wir wollen die Bank neu aufstellen”, sagte er. Das gehe auch mit personellen Veränderungen einher. So wird der für Vertrieb und Finanzen verantwortliche Vorstand der Grenke Bank, Andreas Schulz, das Unternehmen verlassen und durch Helge Kramer ersetzt, der aus dem Helaba-Konzern kommt. Zudem wird ein Nachfolger für Sven Noppes, im Vorstand zuständig für Kredit und Risikocontrolling, gesucht.

Eine Prüfung der Bafin, die nach den Betrugsvorwürfen angestoßen wurde, hatte Mängel in der Kreditvergabe der Bank festgestellt. Ausleihungen an kleinere und mittlere Unternehmen waren von Grenke zuvor bereits wegen der Pandemie weitestgehend aufgegeben worden.

Klage geprüft

“Die Vergabe von Krediten über 25.000 Euro für kleinere und mittlere Unternehmen haben wir definitiv eingestellt”, sagte Hirsch. “Auch kleinere Kredite vergeben wir derzeit nur in geringerem Umfang, werden das aber mit der Neuaufstellung der Bank noch einmal prüfen und das Angebot möglicherweise wieder intensivieren.“

Die Bank bleibt Hirsch zufolge ein wichtiger Bestandteil für Grenke, etwa für die Refinanzierung über Einlagen oder den Zahlungsverkehr von Kunden.

Perring hatte Grenke im September vorgeworfen, Akquisitionen von Franchisefirmen zu nutzen, um zu verschleiern, dass ein Großteil der ausgewiesenen liquiden Mittel nicht existiere. Zudem sprach er von Mängeln bei den internen Kontrollen und möglicher Geldwäsche.

Grenke hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Eine Untersuchung von Mazars im Auftrag der Bafin ergab laut Grenke keine Zweifel an der Existenz des Leasinggeschäfts. Der Prüfer KPMG erteilt dem Konzernabschluss 2020 zudem ein uneingeschränktes Testat.

“Schadensersatzansprüche gegenüber Fraser Perring prüfen wir weiterhin”, sagte Hirsch. “In den vergangenen Monaten hatten wir andere Prioritäten. Es gibt einen emotionalen Aspekt, aber auch einen rationalen Aspekt – also die Frage, was man tatsächlich vor Gericht durchsetzen kann. Das prüfen wir.”

(Neu: Noppes im 4. Absatz)

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©2021 Bloomberg L.P.

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