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Genehmigungsverfahren für LNG-Terminal in Lubmin beginnt offiziell

SCHWERIN/LUBMIN (dpa-AFX) -Das Genehmigungsverfahren für das erste deutsche Flüssiggas-Terminal im vorpommerschen Lubmin hat eine wichtige Hürde genommen. Alle nötigen Dokumente seien vom Investor Deutsche Regas beim zuständigen Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) eingereicht worden, teilte der Landesumweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus (SPD), am Freitag in Schwerin mit.

Während eine erste Prüfung der Unterlagen bis zum 8. November abgeschlossen sein soll, birgt vor allem die öffentliche Auslegung und anschließende Frist zum Einreichen von Beschwerden noch Verzögerungspotenzial. Die Frist hierfür Ende laut Backhaus am 21. November. Im schlechtesten möglichen Fall könne das Verfahren sich vom heutigen Freitag gerechnet bis zu 13 Wochen hinziehen. Der Minister zeigte sich jedoch optimistisch, dass dieses Szenario nicht eintreten werde.

Regas-Aufsichtsratschef Stephan Knabe betonte bei dem Termin am Freitag, dass der angestrebte Starttermin 1. Dezember weiter das Ziel sei. Ihm zufolge arbeite das Unternehmen darauf hin, bis Ende November alle nötigen Leitungen, Schiffe und sonstigen technischen Gegebenheiten vorbereitet zu haben. Dann hänge es nur noch an einer rechtssicheren Genehmigung.

Knabe teilte zudem mit, dass ein am vergangenen Freitag bereits zu Ende gegangenes Ausschreibungsverfahren für die Kapazitäten des Terminals erfolgreich abgeschlossen wurde. Es gebe mehr Nachfrage, als bedient werden könne. Aufgrund größerer Anlandeschiffe geht der Unternehmer davon aus, dass künftig jährlich statt 4,5 Milliarden Kubikmetern an regasifiziertem Flüssiggas bis zu 5,2 Milliarden Kubikmeter in das deutsche Gasnetz eingespeist werden können.