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Geldvermögen der Deutschen steigt bis 2022 auf 8 Billionen Euro – vor allem wegen Aktien

·Lesedauer: 3 Min.
Deutsche Haushalte sparen während der Corona-Krise enorm viel Geld
Deutsche Haushalte sparen während der Corona-Krise enorm viel Geld

Restaurants und Geschäfte waren geschlossen, Konzerte untersagt und Reisen verboten: Während der Corona-Pandemie sanken die Ausgaben für Konsum enorm und die Menschen konnten – teilweise notgedrungen – so viel sparen, wie noch nie.

Die Sparrate knackte im ersten Quartal 2021 mit 23,2 Prozent sogar einen Rekord, wie die Analysten der DZ Bank in einer aktuellen Studie schreiben: „Noch nie seit der deutschen Wiedervereinigung wurde ein größerer Teil des Einkommens zurückgelegt“, heißt es in der Studie.

Ab Januar 2020 bis einschließlich März 2021 summierte sich die „zusätzliche Ersparnis“, die über den normalen Sparbetrag in der Vor-Corona-Zeit hinausging, auf über 150 Milliarden Euro.

In diesem Jahr Wertzuwachs bei Aktien, Fonds und Zertifikaten

Doch diese Sparquote wird nach Einschätzung der DZ-Bank dank weiterer Lockerung der Corona-Einschränkungen bald sinken. Die Ökonomen rechnen für das Gesamtjahr 2021 mit einer Sparquote von 13,9 Prozent in Deutschland. Das bedeutet, dass 13,9 Prozent des verfügbaren Einkommens zur Seite gelegt wird. 2022 dürfte die Sparquote dann mit 10,9 Prozent wieder erheblich niedriger ausfallen.„Dafür kann in diesem Jahr wieder mit insgesamt ordentlichen Wertzuwächsen bei Aktien, Fonds und Zertifikaten gerechnet werden“, heißt es in der aktuellen DZ-Bank-Analyse.

„Alles in allem dürfte das private Geldvermögen 2021 ähnlich schnell wie im Vorjahr auf 7,6 Billionen Euro wachsen.“ Bei „sinkender Sparquote“ würde sich der Zuwachs dann normalisieren, die DZ-Bank-Analysten rechnen mit einem Zuwachs des privaten Geldvermögens auf knapp 8 Billionen Euro. Die unangefochtene Nummer eins nach dem Vermögen der privaten Haushalte laut der Boston Consulting Group ist die USA. 2020 lagen rund 79 Billionen Euro auf den Konten und in den Depots der Amerikaner. In Europa sind nur die Briten reicher: 2020 betrug das gesamte Privatvermögen der Menschen in Großbritannien umgerechnet 8,1 Billionen Euro.

Private Anleger reagieren oft risikoscheu

Eins der Gründe für das wachsende Geldvermögen sei das Investieren in Aktien und Fonds. Doch dabei stoßen die Analysten der Bank auf ein Dilemma. Private Haushalte in Deutschland waren „verständlicherweise kaum bereit“, sich bei „extrem niedrigen Zinsen langfristig in festverzinslichen Anlageformen (Anleihen oder Rentenpapiere – Anm. der Red.) zu binden“, steht in der Studie. Zudem reagieren private Anleger „oft risikoscheu“ und meiden Aktien und andere schwankende Anlageformen, heißt es in der Studie. Die Folge sei ein „gigantischer Geldanlagestau“: Lag vor der Finanzmarktkrise der Anteil von Sichteinlagen und Bargeld am privaten Geldvermögen bei 13 bis 14 Prozent, erhöhte er sich bis Ende letzten Jahres auf 28,5 Prozent.

Und das alles, obwohl es laut den Analysten einen Aktienboom in Deutschland gegeben hat. Denn das Geldvermögen, das private Haushalte in Aktien investiert hatten, lag im vergangenen Jahr bei 40,6 Milliarden Euro. Das seien rund dreimal so viel Geld neu in Aktien angelegt, wie im Durchschnitt der Jahre zuvor. Aber dieser Betrag ist laut der Studie nicht einmal 20 Prozent dessen, was im gleichen Zeitraum neu in Sichteinlage und Bargeld floss.

Wegen der Corona-Krise haben die privaten Haushalte enorm viel Geld in Aktien investiert, aber noch viel mehr einfach nur auf dem Konto geparkt.

lg

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