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Geflügelpest in Betrieb in Mecklenburg-Vorpommern festgestellt

·Lesedauer: 1 Min.

NEUBUKOW (dpa-AFX) - In einem Legehennenbetrieb in der Nähe von Neubukow in Mecklenburg-Vorpommern ist das Geflügelpestvirus H5N8 nachgewiesen worden. Amtsveterinäre und eine Tierärztin hatten dort Proben entnommen, nachdem der Halter in den vergangenen Tagen Krankheitssymptome und Legedepressionen beobachtet und schließlich tote Tiere gefunden hatte, wie das Agrarministerium am Sonntag in Schwerin mitteilte. Ursprünglich lebten in dem Betrieb rund 3000 Tiere. Dies sei der größte Fall im Bundesland in der bisherigen Saison. Wie viele der Tiere bereits tot sind, war zunächst unklar, ebenfalls der Zeitpunkt, wann die restlichen Tiere getötet werden.

"Leider ist eingetreten, was wir seit Wochen befürchten: Wir haben es mit einem aktiven Seuchengeschehen im ganzen Land zu tun. Vier von sechs Landkreise sind inzwischen von der Geflügelpest betroffen", sagte Landesagrarminister Till Backhaus (SPD) laut Mitteilung. In der kommenden Woche werde er über das weitere Vorgehen mit den Landräten beraten. Zuvor hatte es in den vergangenen Wochen im Nordosten bereits mehrere Vogelgrippe-Ausbrüche in Hausgeflügelhaltungen gegeben.

Wo es möglich sei, sollte Geflügel im Stall untergebracht werden, zur Schlachtung anstehendes Geflügel solle geschlachtet werden. Rund um den Betrieb sei ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet verfügt worden. Dort solle sämtliches Geflügel in Ställe gebracht werden oder in gegen Wildvögel gesicherten und überdachten Anlagen gehalten werden.

Die Vogelgrippe ist eine Infektionskrankheit vor allem bei Wasservögeln, die von Zugvögel oft über weite Strecken verbreitet wird. Zuletzt hatte es immer mehr Fälle im Norden gegeben. In Schleswig-Holstein hatte der Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) am Dienstag eine landesweite Stallpflicht verkündet.