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G7 gedenken in Hiroshima der Opfer der Atombombe - Kranzniederlegung

HIROSHIMA (dpa-AFX) -Die G7-Staats- und Regierungschefs haben am Ehrenmal von Hiroshima der Opfer des US-Atombombenabwurfs auf die Stadt im Jahr 1945 gedacht. Bundeskanzler Olaf Scholz und seine Kollegen der Gruppe führender demokratischer Wirtschaftsmächte legten an einem Betonbogen im Friedenspark der Stadt Kränze nieder, die ihnen von japanischen Schulkindern überreicht wurden.

Unter dem einfachen Betonbogen liegt ein steinerner Sarkophag, in dem ein Register mit Namen der Atombombenopfer aufbewahrt wird. Er trägt eine Inschrift, die dem doppelten Zweck des Denkmals Ausdruck geben soll: "Ruhet in Frieden, denn wir werden die Fehler nicht wiederholen".

Über dem Zentrum von Hiroshima hatte der US-Bomber "Enola Gay" am Morgen des 6. August 1945 eine Atombombe mit dem harmlos klingenden Namen "Little Boy" abgeworfen. Eine zweite Bombe traf drei Tage später Nagasaki. Es waren die ersten und bislang einzigen Atomwaffenangriffe der Kriegsgeschichte. Schätzungsweise mehr als 70 000 Menschen starben in Hiroshima auf einen Schlag, bis Ende 1945 waren es schon 140 000. In Nagasaki starben bis Jahresende etwa 70 000 Einwohner.

Die genaue Opferzahl wird sich nie ermitteln lassen, weil viele erst an Spätfolgen der Strahlung starben. Heute ist Hiroshima ein Symbol für Krieg - und Frieden. Dass die G7-Länder ihren Gipfel in Hiroshima abhalten, dient vor dem Hintergrund von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine und Moskaus Nukleardrohungen denn auch als Mahnung.

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So wie der frühere US-Präsident Barack Obama, der dem Friedenspark von Hiroshima 2016 als erster US-Präsident einen Besuch abgestattet hatte, wollte sich auch sein Nachfolger Joe Biden beim G7-Gipfel nicht für den Atombombenabwurf seines Landes entschuldigen. Viele Amerikaner halten die Atomschläg gegen Hiroshima und Nagasaki bis heute für berechtigt, weil diese ihrer Ansicht nach zur Kapitulation Japans führten und so den Zweiten Weltkrieg beendeten.

Vor der Kranzniederlegung besuchten Biden und die anderen G7-Staats- und Regierungschefs auch das Friedensmuseum. Angesichts der weltweit zunehmenden atomaren Bedrohung bekamen sie dort Zeugnisse des Schreckens dieser Waffen zu sehen.