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Fracking-Pionier Chesapeake Energy stellt Antrag auf Gläubigerschutz

Die Firma will mithilfe eines Restrukturierungsplans Schulden in Höhe von sieben Milliarden Dollar abbauen. Der Kollaps der Ölpreise lastet auf der Branche.

Der US-Fracking-Pionier Chesapeake Energy hat wegen der stark gefallenen Energiepreise am Sonntag Gläubigerschutz angemeldet. Man wolle unter dem Schutz gemäß Kapitel 11 des amerikanischen Insolvenzrechts die Kapitalstruktur des hochverschuldeten Unternehmens neu ordnen, teilte Konzernchef Doug Lawler am Sonntag in Oklahoma mit.

Mit Hilfe eines Restrukturierungsplans will Cheasapeake Schulden in Höhe von sieben Milliarden Dollar abbauen. Der Preisverfall bei Erdgas und Öl sowie ein Angebotsüberschuss infolge des Frackingbooms belasten das Geschäft des Unternehmens. Die Corona-Krise hat die Nachfrage einbrechen lassen.

In den vergangenen Jahren war Chesapeake auch in das Schieferöl-Geschäft eingestiegen. Doch hier belastete in den vergangenen Monaten der Doppelschock aus Corona-Krise und dem Preiskrieg zwischen Russland und dem Öl-Kartell Opec den Markt. Der Preis der amerikanischen Ölsorte WTI war wegen knapper Lagerkapazitäten im April zeitweise sogar ins Negative gerutscht.

Nicht nur Chesapeake, sondern die gesamte Fracking-Branche wurde von der Coronakrise schwer getroffen: In diesem Jahr haben in den USA schon mindestens 20 Öl- und Gasproduzenten Insolvenz angemeldet.

Beim Fracking wird Gas oder Öl mit Hilfe von Druck und Chemikalien aus Gesteinsschichten herausgeholt, was Gefahren für die Umwelt birgt. Kritik wird auch an der Verflüssigung durch starkes Abkühlen geübt, weil dies nach Angaben von Umweltschützern bis zu 25 Prozent des Energiegehalts des Gases kostet.