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Forscher: Brauchen bessere Datengrundlage für Corona-Entscheidungen

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BREMEN (dpa-AFX) - Um die Entwicklung der Corona-Pandemie wirklich beurteilen und Rückschlüsse für Gegenmaßnahmen ziehen zu können, muss die Datenbasis aus Sicht der Wissenschaft verbessert werden. "Wir können unsere Entscheidungen noch nicht gut begründen, auf Grundlage von Daten", sagte Hajo Zeeb vom Bremer Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie der Deutschen Presse-Agentur. "Wir wissen nicht mal hinterher, was ausschlaggebend gewesen ist."

Unter anderem verwies er darauf, dass um die Feiertage weniger getestet wurde. So sei schwer einzuschätzen, wie sich die Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen über Weihnachten ausgewirkt hätten. Auch fehlten aussagekräftige Angaben zur Ausbreitung des mutierten Coronavirus vom Typ B.1.1.7 in Deutschland, weil der Anteil der daraufhin untersuchten Proben hierzulande viel zu gering sei.

Die Pandemie werde noch Monate anhalten. Daher sei es wichtig, gemeinsam zu entscheiden, welche Daten man einheitlich erheben wolle und wie diese intelligent interpretiert werden können, sagte Zeeb.