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Finanzagentur-Geschäftsführerin Dönges geht Ende Oktober

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutschlands oberste staatliche Bankenretterin, Jutta A. Dönges, verlässt die Geschäftsführung der Finanzagentur des Bundes. Dönges habe vor etwa zwei Monaten angekündigt, ihren Vertrag als Geschäftsführerin der Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH nicht zu verlängern und zum 31. Oktober 2022 auszuscheiden, teilte eine Sprecherin der Behörde mit Sitz in Frankfurt am Dienstag auf Anfrage mit. Sie bestätigte damit einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstag).

Die 49 Jahre alte ehemalige Investmentbankerin Dönges hat gerade ein Mandat im obersten Führungsgremium des kanadischen Unternehmens Rock Tech Lithium übernommen. Sie ist derzeit als Vertreterin des Bundes zudem Mitglied in den Aufsichtsräten der Commerzbank <DE000CBK1001> und des Tourismuskonzerns Tui <DE000TUAG000>. Die Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger für Dönges bei der Finanzagentur läuft nach Angaben der Sprecherin, die Entscheidung über die Neubesetzung liegt beim Bundesfinanzministerium.

Die Finanzagentur in Frankfurt ist für das Schuldenmanagement und die Kreditaufnahme des Bundes zuständig. Die Behörde verwaltet den in der Finanzkrise 2008 aufgelegten staatlichen Bankenrettungsfonds - auch unter der Kurzbezeichnung Soffin bekannt - sowie den in der Pandemie geschaffenen Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) zur Unterstützung großer Unternehmen, die wegen der Corona-Krise in Not geraten sind.