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Fünf Themen des Tages: Shopping-Schuldensumpf, ESG-Evaluierung

·Lesedauer: 4 Min.

(Bloomberg) -- Schuldensumpf durch Shopping-App, Corona beendet Polit-Karrieren, europäische Aktien wenig verändert, ESG unter der Lupe, und hybrides Arbeiten steigert Produktivität. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Schuldensumpf durch Shopping-App

Wer auf TikTok nach Klarna sucht, findet junge Leute, die sich über die Schulden lustig machen, die sie mit der “Jetzt kaufen, später bezahlen”-App angehäuft haben. “Früher, als ich kein Geld hatte, konnte ich einfach nicht einkaufen”, sagt TikTok-Nutzerin Joella Louisa. “Jetzt, mit Klarna, kann ich es.” Die Finanzaufsicht befürchtet, dass dies zu leichtsinniger Kreditaufnahme verleiten könnte. Klarnas Attraktivität für Millennials und Generation Z verhalf der schwedischen Firma jüngst zu einer Bewertung von umgerechnet 38 Milliarden Euro. Mit der rosa App, die auf einer weichen Bonitätsprüfung beruht, können Kunden ihren Einkauf - in der Regel zinsfrei - später bezahlen. Klarna prüfe bei jeder Transaktion die Erschwinglichkeit für den Käufer und schränke die Nutzung bei Zahlungsausfällen ein, sagt das Unternehmen.

Corona beendet Polit-Karrieren

Der japanische Premierminister Yoshihide Suga hat nach rund einem Jahr im Amt seinen Rücktritt angekündigt, nachdem es ihm nicht gelungen war, die Coronavirus-Welle im Land unter Kontrolle zu bringen und seine Zustimmungswerte sanken. Seine Wette, sich mit einer wenig restriktiven Covid-Politik Unterstützung für die Umsetzung grüner und digitaler Ziele zu sichern, ist nicht aufgegangen. Die Pandemie hat etliche politische Skalps gefordert, darunter den des Premierminister von Malaysia, wie Bloomberg-Kolumnist Dan Moss schreibt. Der kanadische Premierminister Justin Trudeau stehe vor einem unerwartet engen Rennen um seine Wiederwahl und in Australien sei die zuvor bereits abgeschriebene Labor-Partei auf dem Vormarsch. Vor der Bundestagswahl liegt die SPD unterdessen fünf Punkte vor der Union.

Europäische Aktien wenig verändert

Im Vorfeld des US-Arbeitsmarktberichts waren die europäischen Aktien gegen Freitagmittag wenig verändert in der Nähe ihrer Allzeithochs. Im Stoxx Europe 600 Index schnitten Grundstoffe und Versorger überdurchschnittlich ab, während Reise- und Freizeitwerte am stärksten nachgaben. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Ökonomen haben die USA im August wahrscheinlich 725.000 neue Jobs geschaffen. “Das Hauptaugenmerk der Arbeitsmarktzahlen wird darauf liegen, was sie für die Fed und ihre Tapering-Pläne bedeuten”, sagte Diego Fernandez von A&G Banca Privada in Madrid. In Europa hält Fernandez Aktien für leicht überkauft und erwartet eine kleine Korrektur. In Deutschland fielen Varta nach einer Verkaufsempfehlung bei Metzler. Delivery Hero sanken nach Platzierung einer Wandelanleihe über 1,25 Milliarden Euro.

ESG unter der Lupe

Angesichts der Greenwashing-Vorwürfe gegen die DWS überprüfen informierten Kreisen zufolge auch andere europäische Vermögensverwalter ihre ESG-Kennzeichnungen und ihren Umgang mit dem Thema beim Marketing. Im Fokus steht die Frage, ob als ESG-konform eingestufte Vermögenswerte neu klassifiziert werden müssen. Ein großer europäischer Fondsmanager hat als direkte Folge der DWS-Untersuchungen bereits eine interne Arbeitsgruppe zur Überprüfung eingesetzt, wie zu hören ist. Die Fondstochter der Deutschen Bank steht im Verdacht, falsche Angaben darüber gemacht zu haben, wie sehr ihre Fondsanlagen Kriterien im Hinblick auf Umweltschutz, soziale Aspekte und gute Unternehmensführung erfüllt haben. Die DWS weist dies zurück. Unterdessen sind Unternehmen in aller Welt zunehmend bereit, ihre Kreditkosten an die Gleichstellung der Geschlechter zu knüpfen.

Hybrides Arbeiten steigert Produktivität

Weltweit wünschen sich 53% der Arbeitnehmer ein hybrides Arbeitsmodell, bei dem sie mehr als die Hälfte ihrer Arbeitszeit an einem anderen Ort verbringen. So lautet das Ergbnis einer Studie des Schweizer Personaldienstleisters Adecco. Während der Pandemie fühlten sich 82% der Befragten in Heimarbeit genauso produktiv oder sogar produktiver als zuvor, heißt es dort. Für ortsungebundene Mitarbeiter “liegt es auf der Hand, dass wir nie wieder auf die gleiche Weise ins Büro zurückkehren werden und dass die Zukunft der Arbeit flexibel ist”, so Adecco-CEO Alain Dehaze. Aus dem Bericht geht allerdings auch hervor, dass mehr als die Hälfte der jungen Führungskräfte unter Burnout leiden und 3 von 10 Arbeitnehmern über eine Verschlechterung der geistigen und körperlichen Gesundheit in den letzten 12 Monaten klagen.

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