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Fünf Themen des Tages: Scheich hat Pech, Grönland sagt naamik

Rainer Buergin
·Lesedauer: 4 Min.

(Bloomberg) -- Scheich hat Greensill-Ärger, Ryanair beerdigt Optimismus, europäische Aktien nahe Rekordhoch, Zentralbanken befeuern Ungleichheit, und Grönländer wehren sich gegen Ausbeutung ihrer Rohstoffe. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Scheich hat Greensill-Ärger

Ein früherer Premierminister Katars gehört informierten Kreisen zufolge zu den Investoren, die in die Lieferketten-Fonds von Credit Suisse investiert haben. Gesellschaften mit Verbindung zu Scheich Hamad bin Jassim Al Thani haben demnach rund 200 Millionen Dollar in Fonds gesteckt, die Darlehen der im März kollabierten Greensill Capital erwarben. Welche Verluste auf den Scheich - 1,3 Milliarden Dollar geschätztes Nettovermögen laut Forbes - zukommen, ist unklar. Belastungen für Credit Suisse aus dem Greensill-Fiasko und dem Archegos-Kollaps könnten sich nach Einschätzung von JPMorgan vor Steuern auf 8,7 Milliarden Dollar belaufen. Unterdessen berichtet die FT, dass Lex Greensill nur drei Wochen vor dem Zusammenbruch gegenüber Mitarbeitern von einer “enormen” Liquidität des Unternehmens gesprochen habe.

Ryanair beerdigt Optimismus

Ryanair muss nach dem schlechtesten Jahr seit Gründung um einen Gewinn bangen. Die Zahlen des laufenden Jahres werden wohl dicht an der Gewinnschwelle liegen, trotz des Optimismus der Analysten bezüglich einer Rückkehr zur Profitabilität, teilte die irische Fluggesellschaft mit. Die Passagierzahlen würden am unteren Ende der Schätzungen liegen. Dies unterstreicht die wachsende Skepsis in der Branche angesichts schleppenden Impffortschritts in Europa. Ryanair gehört zu den Fluggesellschaften, die sich gegen die Rettung nationaler Airline-Champions in Europa zur Wehr setzen, da diese den Wettbewerb verzerre. Das Rollback der Luftfahrt-Privatisierungen im Zuge der Pandemie birgt die Gefahr politischer Einflussnahme auf den Markt. Air France-KLM steigen nach der jüngsten Staatshilfe kräftig.

Europäische Aktien nahe Rekordhoch

Europäische Aktien bleiben in Reichweite des am Dienstag erreichten Rekordniveaus. Der Stoxx Europe 600 Index lag gegen Mittag knapp im Minus, wobei Technologieaktien am meisten fielen und Immobilienaktien zulegten. Nach den Gewinnen in dieser Woche, die durch positive US-Wirtschaftsdaten beflügelt wurden, warten die Anleger auf das Protokoll der US-Notenbank, das im Laufe des Tages veröffentlicht wird, um Hinweise auf die Politik zu erhalten. “Wir sehen weiterhin ein breites Aufwärtspotenzial für die Märkte”, sagte Mark Haefele von UBS Global Wealth Management. “Die größten Gewinne dürften in zyklisch exponierten Teilen des Marktes, wie Finanzwerten und Energie, zu verzeichnen sein. Wir sehen auch Gewinne bei ausgewählten Gewinnern der Wiedereröffnung in verschiedenen Regionen sowie bei ausgewählten Rohstoffen”. In Deutschland fielen Grenke nach Vorlage von Quartalszahlen. Shop Apotheke gewannen nach vorläufigen Zahlen, die auf einen guten Start in das Jahr hindeuteten.

Zentralbanken befeuern Ungleichheit

Im Land mit der längsten Geschichte negativer Zinsen hat eine Studie ergeben, dass eine solche Geldpolitik die Vermögensungleichheit verstärkt. Die Untersuchung, die in Dänemark von Ökonomen der Universität Kopenhagen und des Imperial College London durchgeführt wurde, zeigt, dass niedrige Zinsen im Allgemeinen das verfügbare Einkommen auf breiter Front erhöhen. Aber eine kräftige Zinssenkung um einen Prozentpunkt von einem niedrigen Niveau aus führt dazu, dass die obersten 1% vom gesamten geschaffenen Wohlstand 3,5% mehr erhalten, während die Ärmsten am Ende 2% weniger haben. Die Ökonomen hinter der Studie verfolgten die Entwicklung in Dänemark von 1987 bis 2014. Danske Bank erwartet, dass Dänemark die Zinsen innerhalb der kommenden drei Monate erneut senken wird, um eine Aufwertung der Krone zu verhindern.

Grönländer wehren sich gegen Ausbeutung ihrer Rohstoffe

Die grönländische Bevölkerung hat eine Regierung abgewählt, die ausländischen Unternehmen die Tür zur Erschließung der Seltenerdmetalle der Insel öffnen wollte.Nach einer ersten Auszählung der Parlamentswahlen am Dienstag wurde die Oppositionspartei Inuit Ataqatigiit (IA) mit 37% die stärkste Kraft in der 31 Sitze umfassenden Kammer. Siumut, die Partei des scheidenden Premierministers Kim Kielsen, wird nach den vorläufigen Ergebnissen etwa 29% erhalten. Trotz seiner winzigen Bevölkerung von nur 56.000 Einwohnern hat Grönland in den letzten Jahren für internationale Schlagzeilen gesorgt, nicht zuletzt weil Ex-US-Präsident Donald Trump 2019 an einem Kauf interessiert war. Die IA, die nun eine Koalition bilden muss, hat signalisiert, dass sie die Pläne für ein Bergbauprojekt nahe der Südspitze Grönlands auf Eis legen wird, wo eines der weltweit größten Vorkommen an Seltenen Erden vermutet wird. Die IA hat im Wahlkampf auch versprochen, die Loslösung von Dänemark zu unterstützen, das immer noch Grönlands Außen-, Verteidigungs- und Währungspolitik kontrolliert.

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