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Fünf Themen des Tages: Peking-Lockdown, Macron, Kohle, Waffen

·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Peking vor Lockdown, Macrons Popularität sinkt, europäische Aktien fallen, Kohle ist zurück, und mehr Waffen für die Ukraine. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Peking vor Lockdown

Steigende Covid-Zahlen in Peking haben Sorgen vor einem beispiellosen Lockdown der chinesischen Hauptstadt geschürt. Dabei soll nach dem Willen der Verantwortlichen eine Krise wie in Shanghai mit ihren verheerende Folgen für das Finanzzentrum vermieden werden. In den Geschäften kam es zu Panikkäufen, an den Börsen zu Kursverlusten. Shanghai Banxia Investment Management Center, einer der erfolgreichsten Makro-Hedgefonds des Landes, hat sein Aktienengagement in Erwartung einer Baisse auf Null reduziert. “Niemand weiß, wie hoch die Risikoprämie für chinesische Aktien derzeit wirklich ist”, sagt Aktienanalyst Manuel Mühl von der DZ Bank. Der 30-Jährige sitzt in Frankfurt und war im Juli der erste von mehr als 70 von Bloomberg beobachteten Analysten, der zum Verkauf chinesischer Technologieaktien riet.

Macrons Popularität schrumpft

Als Emmanuel Macron Marine Le Pen bei der Präsidentschaftswahl 2017 schlug, hatte er einen Vorsprung von 32 Prozentpunkten. Fünf Jahre später und mit Amtsbonus bzw. -malus waren es noch 17. Macron kann bei der französischen Präsidentschaftswahl 2027 nicht mehr antreten, die dann 58-jährige sehr wohl. Macron weiß, dass er seinen Sieg zum Teil nicht seiner Popularität, sondern der Abneigung gegen die Rechtsaußen des Rassemblement National zu verdanken hat. Macron sollte in der EU nun zu “mehr Ausgaben und Solidarität durch gemeinsame Kreditaufnahme” drängen, schreibt Bloomberg-Kolumnist Lionel Laurent aus Paris. Kollege John Authers sieht für die Märkte Grund zum Feiern, nicht aber für ein rauschendes Fest. Denn nun liegt der Fokus auf einem für Macron schwierigen Parlaments-Wahlkampf im Juni, bei dem es zu einer Koalition und einer weniger stabilen Regierung kommen könnte.

Europäische Aktien fallen

Die europäischen Aktien sind zu Wochenbeginn auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Monat gefallen, belastet durch Zinssorgen und die Ausbreitung von Covid in China. Der Stoxx 600 Europe Index lag gegen Mittag rund 2% im Minus. Nach der Wahl in Frankreich schauten die europäischen Märkte “auf Risk-Off-Hinweise in anderen Bereichen”, sagte Ilya Spivak von DailyFX. In Deutschland fielen Adler nach nur vorübergehender Beruhigung durch eine forensische Prüfung von KPMG.

Die Kohle ist zurück

In Deutschland und Italien könnten ausrangierte Kohlekraftwerke wieder ans Netz gehen. Kohleverbrennung erlebt in den USA den größten Aufschwung seit einem Jahrzehnt. China nimmt stillgelegte Bergwerke wieder in Betrieb und plant neue. Die Nachfrage nach der totgesagten Kohle ist stärker denn je. “Die Kluft zwischen den politischen Ambitionen und Zielen auf der einen Seite und den Realitäten” des Energiesystems vergrößert sich laut der IEA. Unterdessen schaffen die Windradbauer es nicht, aus dem politisch geförderten Ausbau von Windenergie anständige Profite zu generieren. Vestas, General Electric und Siemens Gamesa leiden unter hohen Rohstoff- und Logistikkosten, Änderungen in der Subventionspolitik und Wettbewerbsdruck. “Kolossales Marktversagen” attestiert Ben Backwell vom Global Wind Energy Council.

Mehr Waffen für die Ukraine

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die dreistündigen Gespräche mit den US-Außen- und Verteidigungsministern in Kiew als “bedeutungsvoll, ermutigend und, was sehr wichtig ist, fruchtbar” bezeichnet. Die ukrainischen Streitkräfte sollen mehr Waffen erhalten und Russland gegebenenfalls mit weiteren Sanktionen belegt werden. Von 713 Millionen Dollar an Militärhilfe für die Ukraine und 15 verbündete und Partnerländer sind nach US-Angaben rund 322 Millionen für Kiew bestimmt. Unterdessen hat die SPD-Mitvorsitzende Saskia Esken Altbundeskanzler Gerhard Schröder zum Parteiaustritt aufgefordert. Im Deutschlandfunk sagte sie, Schröder agiere seit Jahren nur noch als Geschäftsmann. Man sollte aufhören, ihn als Altkanzler wahrzunehmen.

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