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Fünf Themen des Tages: Inflationstoleranz, Ende der Reflation

·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- EZB will mehr Inflation wagen, Reflation-Trade auf dem Rückzug, europäische Aktien fallen, Briten-Banken für Hybrid-Arbeit, und Trump verklagt soziale Medien. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

EZB will mehr Inflation wagen

Die EZB-Ratsmitglieder haben sich bei einer Sondersitzung am Dienstag und Mittwoch auf ein neues Inflationsziel geeinigt und sich damit weiter vom Bundesbank-Erbe entfernt. Die Währungshüter peilen mit 2% nun eine etwas höhere Teuerungsrate an und wollen zudem vorübergehende Überschreitungen dieses Ziels tolerieren, sagten Personen mit Kenntnis der Beschlüsse. Die neue Strategie könnte es der EZB erlauben, eine länger anhaltende ultra-lockere Geldpolitik zu verfolgen. Offiziell wird die Entscheidung heute um 13 Uhr veröffentlicht, erläutern wird sie Präsidentin Christine Lagarde um 14:30 Uhr. Seit dem Beginn der Pandemie haben die Zentralbanken in den USA, Europa und Japan 9 Billionen Dollar ausgegeben, was ihre Vermögenswerte auf insgesamt 24 Billionen Dollar hat anschwellen lassen.

Reflation-Trade auf dem Rückzug

Vielleicht will die EZB mit ihrer inflationstoleranteren Haltung ja den Reflation Trade wiederbeleben, denn der könnte es gebrauchen. Die Strategie, die in diesem Jahr Anleihen niederknüppelte und Aktienkurse auf neue Rekorde trieb, ist nämlich auf dem Rückzug. Als Treiber fungiert der Anleihemarkt, wo die 10-jährigen Treasury-Renditen am Mittwoch unter 1,3% fielen und die realen Zinssätze unter minus 1% sanken. Das deutet auf enttäuschende Wachstumsaussichten hin. Nachdem das rasante Wirtschaftswachstum in der ersten Jahreshälfte Value-Aktien beflügelt hatte, sind nun Warnungen vor “Peak Growth” aufgetaucht. Bloomberg-Kolumnist John Authers hat einige der für das Ende des Trades Verantwortlichen identifiziert.

Europäische Aktien fallen

Die europäischen Aktien sind am Donnerstag gefallen. Sorgen über eine mögliche Reduzierung der Konjunkturankurbelungsmaßnahmen der Federal Reserve belasten den Markt. Der Stoxx Europe 600 Index, der sich jüngst knapp unter seinem Rekordhoch vom Juni bewegte, lag gegen Mittag gut 1,2% im Minus. Der breite Rückgang wurde von zyklischen Werten angeführt. Die jüngsten Signale der US-Notenbank hätten erneut für Risk-Off-Stimmung und sinkende Anleiherenditen geführt, sagte Carl Dooley von Cowen. “Die Bewegung bei den Renten verursacht Unbehagen bei denjenigen, die Value-Trades fahren, was Favoriten am Markt gewesen sind”. In Deutschland stiegen Knorr-Bremse, nachdem das Unternehmen seinen Plan für den Kauf eines Anteils an Hella aufgegeben hatte. TeamViewer fielen nach schwächer als erwarteten Q2-Zahlen.

Briten-Banken für Hybrid-Arbeit

Mehr als 80% der britischen Finanzdienstleister gehen zukünftig von hybriden Arbeitsmodellen aus, bei denen die Mitarbeiter teilweise zu Hause und teilweise im Büro arbeiten. Dies war das Ergebnis einer Umfrage unter 118 Firmen. Etwa 79% der Firmen stellen ihre Büroflächen auf den Prüfstand und fast 80% haben Mitarbeiterbefragungen zu ihren Präferenzen durchgeführt, so die am Donnerstag von der Confederation of British Industry und PwC veröffentlichte Umfrage unter Banken, Versicherern und Vermögensverwaltern. Die Umfrage ergab, dass 36% der Firmen ihren Mitarbeitern die Hybrid-Pläne bereits umfassend mitgeteilt haben. In Deutschland hat die Helaba beschlossen, dass ihre Angestellten in Deutschland nach der Pandemie bis zu 50% mobil tätig sein dürfen.

Trump verklagt soziale Medien

Ex-Präsident Donald Trump hat Facebook, Twitter und die Alphabet-Sparte Google verklagt und deren Chefs gleich mit. Während einer Pressekonferenz am Mittwoch stellte Trump, der von den Social-Media-Riesen gesperrt wurde, seine Aktion als einen Schritt zur Verteidigung der im Ersten Verfassungszusatz der USA niedergelegten Rechte dar. Mit den Klagen sollen Gerichtsbeschlüsse erwirkt werden, um seine Social-Media-Konten wiederherzustellen - zusammen mit Strafschadensersatz - um sicherzustellen, dass andere Benutzer nicht gesperrt oder von den Tech-Giganten ähnlich gebrandmarkt werden können. “Wir werden Big Tech stark zur Verantwortung ziehen”, sagte Trump während einer Pressekonferenz. “Wenn sie es mir antun können, können sie es jedem antun”. US-Verfassungsrechtler Erwin Chemerinsky hält die Sache hingegen für geklärt. Facebook, Google und Twitter seien private Unternehmen, für die der Erste Verfassungszusatz nicht gelte, sagte der Dekan der University of California Berkeley School of Law gegenüber Bloomberg Law.

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