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Fünf Themen des Tages: Gross gegen Bonds, Tesla vs. TechnoKaiser

Rainer Buergin
·Lesedauer: 4 Min.

(Bloomberg) -- Gross wettet gegen Bonds, Tesla trifft auf TechnoKaiser, europäische Aktien fallen, Wirtschaftsweise senken Ausblick, und die empathischen Roboter kommen! Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Gross wettet gegen Bonds

Der ehemalige Bond-König Bill Gross bleibt auch im Ruhestand aktiv und hat unter anderem Staatsanleihen leerverkauft. Der Pimco-Mitbegründer, der Geld für seine gemeinnützige Stiftung verwaltet, sagte in einem Bloomberg-Interview am Dienstag, er habe mit Terminkontrakten gegen 10-jährige Treasuries gewettet und bleibe short, da er davon ausgehe, dass die US-Inflationsrate in den nächsten Monaten auf 3%-4% steigen werde. Treasuries sind vertrautes Terrain für den 76-Jährigen, der einst den größten Anleihenfonds der Welt verwaltete. Bei BlackRock und Lombard Odier sieht man das anders. Erwartungen am Markt zu einem anhaltenden Inflationsanstieg und etwaiger Rücknahme der politischen Unterstützung seien unangebracht und nichts anderes als Kaufgelegenheiten bei Unternehmensanleihen, heißt es dort.

Tesla trifft auf TechnoKaiser

Elon Musk, der sich selbst zum Techno-König von Tesla gekrönt hat, trifft in Gestalt von VW-Chef Herbert Diess nun auf den “TechnoKaiser”, schreibt Bloomberg-Kolumnist Chris Bryant. Der Wolfsburger Autogigant hat in diesem Jahr fast 45 Milliarden Euro an Marktwert hinzugewonnen, die Aktien notieren auf dem höchsten Stand seit 2015. VW setzt seine äußerst ehrgeizige Elektroauto-Strategie nun auch noch geschickt in Szene. In ein paar Jahren könnte der Konzern weltweit beim Absatz mit Tesla gleichziehen. Der Markt wache langsam auf, was die Aufholjagd der traditionellen Autohersteller angehe, schreibt BI-Analyst Michael Dean. Die Anerkennung der technischen Kompetenz der Platzhirsche könnte 2021 zu einer Neubewertung des Sektors führen. Die Unternehmen würden zu “würdigen Konkurrenten von Tesla” und dessen US-Monopol bei Elektroautos im Premiumbereicht werde effektiv enden.

Europäische Aktien fallen

Die europäischen Aktien fielen von ihrem höchsten Stand seit mehr als einem Jahr, angeführt von Bergbauunternehmen und Einzelhändlern. Anleger warten auf das Ergebnis der Fed-Sitzung, um Hinweise darauf zu erhalten, ob die hohen Renditen weiterhin die Attraktivität von Risikoanlagen schmälern werden. Wenn Fed-Chef Jerome “Powell zeigt, dass er weiterhin ein gutes Gefühl bei steigenden Renditen hat, ist das nicht gut für Wachstumsaktien”, sagte IG-Marktanalyst Josh Mahony in einem Interview. Die Inflationserwartungen der Fed seien “der Schlüssel für die Märkte überall”. Automobilhersteller stemmten sich gegen den Trend und stiegen um rund 1%, nachdem BMW eine bessere Profitabilität als von Analysten geschätzt prognostiziert hatte. VW setzten ihre Rally vom Vortag fort.

Wirtschaftsweise senken Ausblick

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat seine Konjunkturprognose für das laufende Jahr wie erwartet nach unten korrigiert und rechnet nur noch mit einer Erholung des Bruttoinlandsprodukts um 3,1%. Im November hatten die Wirtschaftsweisen noch mit 3,7% Wachstum gerechnet. “Das größte Risiko für die Konjunktur in Deutschland stellt eine mögliche dritte Infektionswelle dar”, sagte Ratsmitglied Volker Wieland. Der Impfgipfel von Bund und Ländern soll nach Informationen von Business Insider am Donnerstag nachgeholt werden. Am selben Tag berät die Europäische Arzneimittelagentur unter anderem über die weitere Verwendung des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca. Die unabgestimmte Reaktion auf Berichte zu Nebenwirkungen des Vakzins hat die Reputation der EU weiter untergraben. Unterdessen fällt die Union in der Wählergunst bei Forsa unter 30%.

Die empathischen Roboter kommen!

Die Coronavirus-Pandemie hat der globalen Callcenter-Branche schwer zugesetzt. Nirgendwo ist das deutlicher als auf den Philippinen, dem Weltmarktführer in diesem Bereich. Seit Ausbruch der Pandemie müssen viele Mitarbeiter unter schwierigen Bedingungen von zu Hause aus arbeiten, und was nach Covid-19 kommt, könnte noch schlimmer werden. Die Lockdowns haben den Übergang zu einer stärkeren Automatisierung bei der Beantwortung von Anfragen an Banken, Versicherungen und Telekommunikationsanbieter beschleunigt. Vor dem Ausbruch der Krise nutzten Kunden weniger als 10% der Zeit Chat- und KI-Bots, aber dieser Anteil ist auf fast 25% gestiegen und könnte bis zum Jahresende 35% erreichen, heißt es beim Callcenterbetreiber Sitel Group. KI ermöglicht es Bots, bei vielen grundlegenden Transaktionen so effizient - und empathisch - zu sein wie Menschen. Die Asiatische Entwicklungsbank erwartet, dass KI und ähnliche Technologien bis 2030 fast ein Viertel der entsprechenden Arbeitsplätze auf den Philippinen ersetzen könnten.

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