• DAX

    13.920,69
    -135,65 (-0,97%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.669,54
    -35,31 (-0,95%)
     
  • Dow Jones 30

    31.496,30
    +572,16 (+1,85%)
     
  • Gold

    1.698,20
    -2,50 (-0,15%)
     
  • EUR/USD

    1,1925
    -0,0054 (-0,45%)
     
  • BTC-EUR

    40.468,90
    +603,06 (+1,51%)
     
  • CMC Crypto 200

    982,93
    +39,75 (+4,21%)
     
  • Öl (Brent)

    66,28
    +2,45 (+3,84%)
     
  • MDAX

    30.716,51
    -592,70 (-1,89%)
     
  • TecDAX

    3.220,26
    -50,32 (-1,54%)
     
  • SDAX

    14.708,13
    -288,21 (-1,92%)
     
  • Nikkei 225

    28.864,32
    -65,78 (-0,23%)
     
  • FTSE 100

    6.630,52
    -20,36 (-0,31%)
     
  • CAC 40

    5.782,65
    -48,00 (-0,82%)
     
  • Nasdaq Compositive

    12.920,15
    +196,68 (+1,55%)
     

Fünf Themen des Tages: Gesprächsstoff für heute

Rainer Buergin
·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Draghi kann loslegen, Briten mit schlimmstem Jahr seit Jahrtausendwinter 1709, europäische Aktien zum Wochenschluss niedriger, Deutsche Bank wird Grünenthal-Kredite nicht los, und Russland droht mit Abbruch der Beziehungen zur EU. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Draghi kann loslegen

Die Fünf-Sterne-Bewegung, die größte Partei im italienischen Parlament, hat sich hinter den designierten Ministerpräsidenten Mario Draghi gestellt und ihm damit breite parteiübergreifende Unterstützung bei der Regierungsbildung gesichert. Mitglieder der Partei mit Anti-Establishment-Wurzeln, die Banker und Technokraten lange geißelte, stimmten online mit 59% für die Unterstützung des Ex-EZB-Chefs. Alessandro Di Battista, eines der prominentesten Mitglieder, kündigte nach Bekanntgabe des Ergebnisses seinen Rückzug aus der Partei an. Bis zu zehn Fraktionsmitglieder könnten laut Corriere della Sera dem Beispiel folgen. Draghi dürfte Präsident Sergio Mattarella noch in dieser Woche seine Kabinettsauswahl vorstellen. Die italienische Benchmark-Rendite erreichte ein Rekordtief, der Aufschlag gegenüber Bunds fiel auf ein Fünfjahrestief.

Briten mit schlimmstem Jahr seit Jahrtausendwinter

Die britische Wirtschaft wuchs im vierten Quartal doppelt so schnell wie erwartet, was den schlimmsten Einbruch im Gesamtjahr seit 1709 aber nicht verhindern konnte. Das Risiko einer zweiten Rezession wurde zwar abgewendet, aber für das gesamte Jahr 2020 wird ein Rückgang von 9,9% erwartet - der größte Einbruch seit dem Jahrtausendwinter, der die Ernten in ganz Europa vernichtet hatte. Unterdessen hat die Londoner City ihre europäische Führungsrolle im Aktienhandel an Amsterdam verloren. Dass die Verlagerung von Finanz-Jobs in die EU mit rund 7.500 deutlich geringer ausgefallen ist als geunkt wurde und der Aktienhandel nur ein margenschwaches Geschäft ist, sollte für die City kein Grund zur Sorglosigkeit sein, wie Bloomberg-Kolumnist Lionel Laurent schreibt.

Europäische Aktien zum Wochenschluss niedriger

Europas Börsen lagen am Freitagmittag knapp im Minus, steuerten aber weiter auf einen Wochengewinn zu. Der Stoxx 600 Europe Index fiel um rund 0,1%, angeführt von Versorgern und Rohstoffwerten. Italienische Aktien konnten nach Fortschritten bei der Regierungsbildung ihre Outperformance fortsetzten. “Die Berichtssaison schreitet positiv voran und der Trend sollte sich bei den Unternehmen, die noch berichten werden, fortsetzen”, sagte Ignacio Cantos von ATL Capital in Madrid. “Heute sollten wir einen ruhigen Tag haben, da einige Märkte in Asien geschlossen bleiben und die Aktien in der Nähe von Höchstständen sind”. In Deutschland stiegen Scout24 nach einer Heraufstufung bei Goldman Sachs. VW trugen im Dax die rote Laterne nach leichtem Verkaufsrückgang zum Jahresstart.

Deutsche Bank wird Opioid-Kredite nicht los

Die Deutsche Bank hat aufgrund mangelnden Investoren-Interesses Probleme, hunderte Millionen Euro an neuen Krediten für das Pharmaunternehmen Grünenthal im Markt unterzubringen, wie es aus informierten Kreisen heißt. Die Bank arrangiert derzeit ein neues Darlehen für die Aachener GmbH, mit dem ein Teil der bestehenden Finanzierung abgelöst werden soll. Das Familienunternehmen, das Schmerzmittel wie zum Beispiel das Opioid-Medikament Tramadol produziert, hat Kredite und Schuldscheindarlehen im Wert von 935 Millionen Euro ausstehen, die ab diesem Jahr fällig werden, zeigen Bloomberg-Daten. Einige Fondsmanager seien bei dem Unternehmen zurückhaltend, da Opioidprodukte das Risiko für Sucht und Missbrauch bergen, berichteten darüber informierte Personen. Die Deutsche Bank wollte sich nicht äußern, Grünenthal ließ Anfragen zunächst unbeantwortet.

Russland droht mit Abbruch der Beziehungen zur EU

Russland ist laut Aussagen von Außenminister Sergej Lawrow bereit, im Falle von Sanktionen die Beziehungen zur EU abzubrechen. Dies gelte für Strafmaßnahmen, “die Risiken für unsere Wirtschaft darstellen, auch in den sensibelsten Bereichen”. Russland sei an friedlichen Beziehungen interessiert, aber “wenn man Frieden will, muss man sich auf Krieg vorbereiten”. Die Warnungen erfolgen vor dem Hintergrund von Vorbereitungen auf Seiten der EU, Russland wegen der Inhaftierung des Oppositionsführers Alexej Nawalny zu bestrafen. Dieser wurde am 2. Februar zu 2 Jahren und 8 Monaten Haft verurteilt, weil er die Bewährungsauflagen einer früheren Verurteilung verletzt hatte. Zuvor hatte er einen Nervengift-Angriff überlebt, den der Westen russischen Geheimdiensten anlastet.

For more articles like this, please visit us at bloomberg.com

Subscribe now to stay ahead with the most trusted business news source.

©2021 Bloomberg L.P.