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Fünf Themen des Tages: Gesprächsstoff für heute

Rainer Buergin
·Lesedauer: 4 Min.

(Bloomberg) -- Von der Leyens Rückhalt schwindet, BioNTech legt in Marburg los, europäische Aktien verlängern Gewinnserie, BPCE macht Natixis-Aktionären ein Angebot, und London verliert SPAC-Kampf gegen New York. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Von der Leyens Rückhalt schwindet

Als Ursula von der Leyens Chefdiplomat am Freitag von Russlands Außenminister Sergej Lawrow vor laufenden Kameras gedemütigt wurde, war das der vorläufige Höhepunkt einiger qualvoller Tage für die EU-Chefin. Schon davor war von der Leyen wegen der schleppenden Impfstoff-Einführung und einem Riesen-Patzer in den Beziehungen zu Großbritannien angezählt. In den EU-Institutionen in Brüssel und den nationalen Hauptstädten werden nun Fragen laut, wie die erste Frau an der Spitze der EU-Kommission die Serie von Fehltritten beenden will. Sie habe bei einigen Regierungen Vertrauen verloren, das nur schwer zurückzugewinnen sei, heißt es. Am Mittwoch gab sie im Europäischen Parlament Fehler bei der Impfstoffpolitik zu. An ihren verantwortlichen Kommissaren will sie laut informierten Kreisen festhalten.

BioNTech legt in Marburg los

BioNTech hat die Covid-19-Impfstoffproduktion in einer Fabrik in Marburg aufgenommen. Die erste Charge reicht für 8 Millionen Dosen und soll Anfang April ausgeliefert werden. Zwar dauert die Herstellung des Hauptbestandteils nur wenige Tage, aber die Testcharge muss gereinigt, konzentriert, mit Lipiden gemischt und zur Abfüllung zu einem anderen Standort gebracht werden. Die heutigen Beratungen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den 16 Länderchefs über das weitere Vorgehen dürften konfliktreich verlaufen. Öffnungsschritte sollen nur “vorsichtig und schrittweise erfolgen”, so die Beschlussvorlage des Kanzleramts, die kein konkretes Enddatum des Lockdowns enthält. Deutschland hat 812 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet, die 4-Tage-Reproduktionszahl fiel auf 0,79.

Europäische Aktien verlängern Gewinnserie

Positive Unternehmensnachrichten, sich verbessernde Pandemietrends und US-Pläne zur Konjunkturbelebung haben die Gewinnserie der globalen Aktien verlängert. Der Reflation-Trade - die Wette, dass Covid-19-Impfstoffe das Wirtschaftswachstum wiederbeleben und die Gewinne von Aktien bis hin zu Rohöl anfeuern werden - bleibt das marktbeherrschende Thema. Der Stoxx Europe 600 Index lag gegen Mittag rund 0,1% im Plus, wobei Banken und Bergbauunternehmen die Liste der Gewinner anführten. “Diese Kauf-Alles-Aktienrally trotzt der Realität, aber die Angst, etwas zu verpassen, treibt die Preise weiter nach oben”, sagte Peter Rosenstreich von Swissquote. “Die eigentliche Sorge, die ich habe, ist der Mangel an echten Themen, die den Optimismus stoppen würden”. In Deutschland fielen Hochtief nach einer enttäuschenden Guidance der Australien-Tochter. Leoni legten zu, nachdem Aktionär Pierer Industrie seinen Anteil auf 10% aufgestockt hatte.

BPCE macht Natixis-Aktionären ein Angebot

Die französische Volksbanken- und Sparkassengruppe BPCE will die Minderheitsaktionäre ihrer börsennotierten Investmentbanken-Tochter Natixis für insgesamt 3,8 Milliarden Euro aus dem Unternehmen herauskaufen, was einer Prämie von 8,1% über dem letzten Schlusskurs entspricht. Natixis hatte zuletzt mit Reputationsproblemen und Verlusten zu kämpfen, insbesondere im Zusammenhang mit der Beteiligung am Fonds H2O Asset Management. Natixis stiegen am Mittwoch auf den höchsten Stand seit fast einem Jahr. Aufwärts ging es auch für SocGen. Die französische Großbank will Kapital an Investoren zurückgeben, obwohl sie ihr erstes Verlustjahr seit mehr als drei Jahrzehnten mit einem Einbruch im Handel beendete und im vierten Quartal einen Nettogewinn einfuhr, der unter den Erwartungen lag.

London verliert SPAC-Kampf gegen New York

Großbritannien will mehr Börsengänge an die Londoner Börse locken, vor allem wachstumsstarke Unternehmen aus dem Technologiesektor. Brexit und die Freiheit, von der Finanzregulierung der EU abzuweichen, soll genau das ermöglichen. Aber Boris Johnsons Regierung könnte mit den präsentierten Deregulierungsansätzen zu kurz springen, meint Bloomberg-Kolumnist Chris Hughes. In New York seien die IPO-Regeln schon vor dem jüngsten Boom der Special-Purpose Acquisition Companies (SPACs) flexibler als in Großbritannien gewesen. Der City drohe ein Teufelskreis aus einer begrenzten Anzahl von börsennotierten Tech-Firmen, wenig Analysten, Investoren und Beratern in diesem Bereich, und in Folge nachlassender Attraktivität des Markts für Tech-Börsengänge. Das Management des deutschen Startup-Inkubators Rocket Internet gründet gerade ein solches Blankoscheck-Unternehmen, das nach einem Technologie-Deal außerhalb der USA suchen soll. Rocket Internet Growth wird 25 Millionen Einheiten zu je 10 Dollar verkaufen, ein Listing in New York wird angestrebt.

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