Deutsche Märkte öffnen in 7 Stunden 9 Minuten
  • Nikkei 225

    27.817,32
    -439,93 (-1,56%)
     
  • Dow Jones 30

    35.368,47
    -543,34 (-1,51%)
     
  • BTC-EUR

    37.310,15
    -389,59 (-1,03%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.006,12
    -3,27 (-0,32%)
     
  • Nasdaq Compositive

    14.506,90
    -386,86 (-2,60%)
     
  • S&P 500

    4.577,11
    -85,74 (-1,84%)
     

Fünf Themen des Tages: Fed beruhigt, BMW entthront, Citi warnt

·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Powell macht es allen Recht, BMW entthront Mercedes, europäische Aktien steigen, Währungsvolatilität kommt zurück, und Citi warnt vor Zahlungsproblemen bei Aggregate. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Most Read from Bloomberg

Powell macht es allen Recht

Der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, versucht sich an der Quadratur des Kreises: das Inflationsungeheuer zu besiegen, ohne dabei die Wirtschaft zu schädigen. In einer zweieinhalbstündigen Anhörung vor dem US-Kongress am Dienstag, die bemerkenswert handzahm verlief, sagte Powell, dass die Fed auf dem richtigen Weg sei, mittels Zinsanhebungen und Bilanzabbau die Inflation von ihrem Vier-Dekaden-Hoch herunterzubringen. Um Wachstumssorgen zu zerstreuen, stellte Powell dies als Abkehr von der ultraexpansiven Notfallpolitik dar, die zur Bekämpfung der Pandemie eingeführt wurde, jedoch nicht als einen Wechsel zu einer restriktiven Haltung. Angesichts der massiven Konjunkturprogramme der US-Administration überwiegt womöglich das Risiko, dass Powell bis Jahresende zu wenig getan haben wird.

BMW entthront Mercedes

BMW hat Erzrivale Mercedes-Benz erstmals seit 2015 bei den Verkäufen geschlagen, nachdem die Münchner besser mit der Halbleiterknappheit zurechtgekommen waren. Die Auslieferungen von Fahrzeugen der Marke BMW stiegen im vergangenen Jahr um 9% auf einen Rekordwert von 2,2 Millionen und übertrafen damit die 2,1 Millionen der Marke Mercedes. Dort schrumpfte die Produktion um 5%, nachdem sich der Mangel an Chips in der zweiten Jahreshälfte deutlich verschärft hatte. Mindestens während des gerade begonnenen ersten Halbjahres werde die Lage wegen anhaltender Lieferengpässe “volatil und anspruchsvoll” bleiben, hieß es von der Marke Volkswagen, die 2021 4,9 Millionen Fahrzeuge auslieferte, 8,1% weniger als im Vorjahr. Unterdessen wird der Batterierohstoff Lithium teurer und teurer.

Europäische Aktien steigen

Die europäischen Aktien steigen am Mittwoch den zweiten Tag in Folge, angeführt von Bergbauunternehmen im Zuge steigender Preise für Nickel, Kupfer und Eisenerz. Vor der Veröffentlichung von US-Inflationsdaten lag der Stoxx 600 Europe Index gegen Mittag rund 0,5% im Plus. “Was wir jetzt sehen, ist eine starke Rotation innerhalb von Aktien, da sich die Geldpolitik normalisiert”, sagte Sahil Mahtani vom Fondsmanager Ninety One. “In unserem Makro-Allokationsfonds haben wir in den letzten Monaten viele Risiken vom Tisch genommen und uns in Richtung Value und Qualität bewegt, denn selbst wenn die Märkte fallen, sind hochprofitable Aktien noch in Ordnung”. In Deutschland verloren Süss MicroTec nach einer Senkung der Prognose. TeamViewer stiegen nach einem starken Schlussquartal.

Währungsvolatilität kommt zurück

Währungen sind eine Insel der Ruhe, verglichen mit den Anleihen- und Aktienmärkten, die von Volatilitätswellen überrollt werden. Wegen des Auseinanderdriftens der Zentralbanken auf der ganzen Welt könnte sich das bald ändern. Bei Morgan Stanley und BNP Paribas sagen die Strategen im Zuge der unterschiedlich schnellen Rücknahme von Konjunkturmaßnahmen größere Kursschwankungen voraus. Oliver Brennan von BNP prognostiziert, dass die einjährige implizite Volatilität zwischen dem Euro und dem Dollar auf etwa 9% ansteigen wird, ein Niveau, das zuletzt auf dem Höhepunkt der Pandemie gesehen wurde - und davor im Jahr 2017. “Wir befinden uns an einem Wendepunkt”, so Morgan-Stanley-Stratege Andres Jaime, der die globale Devisenvolatilität in diesem Jahr auf etwa 10,5 steigen sieht, von derzeit etwa 7,2 auf JPMorgans Global FX Volatility-Skala.

Citi warnt vor Zahlungsproblemen bei Aggregate

Anleihen der Immobiliengruppe Vivion Investments könnten im Zuge der Krise der Adler Group und ihres Großaktionärs Aggregate Holdings mit unter die Räder kommen. Davor warnt die Citigroup ihre Kunden. Vivion könnte Probleme beim Eintreiben des Kaufpreises von Aggregate für ein Projekt am Berliner Kurfürstendamm haben, so die Rentenhändler der Citi. Die Bank empfiehlt ihren Kunden die Anleihen von Vivion, welche derzeit bei rund 96 Cent je Euro handeln, unterzugewichten. Vivion geriet in der ersten Welle der Pandemie in Bedrängnis. Die Bonds erholten sich jedoch nach dem Verkauf des Berliner Projekts - früher Ku’damm-Karree, heute als Fürst bekannt - bis zum Sommer wieder. Gerda Caner, die Ehefrau des österreichischen Unternehmers Cevdet Caner, hat derweil ihren Adler-Anteil aufgestockt, wie gestern mitgeteilt wurde.

Most Read from Bloomberg Businessweek

©2022 Bloomberg L.P.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.