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Fünf Themen des Tages: Evergrande sibyllinisch, Boris ernüchtert

·Lesedauer: 4 Min.

(Bloomberg) -- Evergrande sibyllinisch, Ifo sieht Delle, europäische Aktien fester, nach PEPP könnte EZB APP hochfahren, und Johnsons Brexit-Versprechen auf Eis. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

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Evergrande sibyllinisch

China Evergrande hat die Finanzmärkte mit einer vage formulierten Erklärung zu einer Zinszahlung für Anleihen erneut verunsichert. Die Onshore-Immobiliensparte von Evergrande erklärte am Mittwoch in einer Einreichung, dass eine am 23. September fällige Zinszahlung für eine ihrer auf Yuan lautenden Anleihen “durch Verhandlungen außerhalb der Clearingstelle gelöst worden ist”. Unklar blieb, wie viel Zinsen gezahlt werden und wann. Dies hat bei einigen Analysten Spekulationen ausgelöst, dass Evergrande eine Vereinbarung mit den Anleihegläubigern getroffen hat, um Zinszahlungen zu verschieben, ohne dass der Schritt als Zahlungsausfall bezeichnet werden muss. Die Schockwellen der Evergrande-Krise schwappen nach Europa über und Treffen hier vornehmlich Sektoren wie Baustoffe, Bergbau und Luxusgüter.

Ifo sieht Delle

Das Ifo-Institut in München hat seine Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr gesenkt und den Ausblick für das kommende Jahr erhöht. Die Schätzung für 2021 wurde auf 2,5% von 3,3% gekürzt, die für 2022 auf 5,1% von 4,3% angehoben. Das verarbeitende Gewerbe leide unter Lieferengpässen bei Vorleistungsgütern, so das Institut, “die ursprünglich für den Sommer erwartete starke Erholung nach dem Coronavirus wird weiter verschoben”, so Ifo-Konjunkturexperte Timo Wollmershäuser. 2023 soll es beim Wachstum dann auf magere 1,5% zurückgehen. Ins Pflichtenheft der nächsten Bundesregierung hat Wolfgang Fink, Deutschland-Chef von Goldman Sachs, unterdessen den Bürokratieabbau, Digitalisierung und eine Führungsrolle bei der Umsetzung des Green Deal der EU geschrieben.

Europäische Aktien fester

Die europäischen Börsen haben am Mittwoch ihre Erholung von einem Zweimonatstief fortgesetzt, da sich die Sorgen der Anleger über eine Ansteckung durch die Evergrande-Schieflage im Vorfeld des FOMC-Treffens abschwächten. Der Stoxx Europe 600 Index lag gegen Mittag rund 0,6% im Plus, wobei Bergbauaktien im Zuge höherer Rohstoffpreise zulegten. Auch die Bereiche Reise und Freizeit sowie Energie gewannen. “Ich denke, dass wir uns kurzfristig immer noch in einem günstigen Umfeld für Risikobereitschaft befinden”, sagte Gregory Perdon von Arbuthnot Latham & Co. Geld- und Fiskalpolitik sowie Impfungen seien die “drei Säulen der Unterstützung” für Aktienbewertungen. In Deutschland fielen Traton, nachdem der LKW-Hersteller vor Lieferschwierigkeiten aufgrund der Chipknappheit warnte. Die Aktie der Deutschen Post sank, nachdem der US-Konkurrent FedEx seine Prognose reduziert hat.

Nach PEPP könnte EZB APP hochfahren

Die EZB wird nach Einschätzung des estnischen Ratsmitglieds Madis Muller über die Möglichkeit diskutieren, ihre regulären Bondankäufe zu steigern, wenn das Pandemie-Notkaufprogramm ausläuft. Um zu vermeiden, dass nach einer möglichen Beendigung des PEPP im März die Konjunktur aus der Bahn geworfen wird, könnte das bestehende Programm über die bisher budgetierten 20 Milliarden Euro pro Monat ausgeweitet werden. “Mir ist klar, dass es ein Problem wäre, wenn es am Ende des Pandemie-Notfallkaufprogramms einen sehr harten Klippeneffekt gäbe”, so Muller in einem Bloomberg-Interview in Tallinn. Zu der von südeuropäischen Gouverneuren gewünschten Übernahme flexiblerer Regeln in das APP äußerte sich Muller skeptisch: “Ich denke hier müssen wir vorsichtig sein, um nicht in rechtliche Probleme zu geraten.”

Johnsons Brexit-Versprechen auf Eis

Für Boris Johnson war ein Handelsabkommen mit den USA eines der Hauptziele seiner Brexit-Kampagne. Als er am Dienstag im Oval Office saß, war klar, dass der britische Regierungschef sich wenig Hoffnung machen kann. “Wir werden heute ein wenig über Handel sprechen, und das müssen wir noch ausarbeiten”, sagte US-Präsident Joe Biden zu Beginn seines Treffens mit Johnson zu den Aussichten für ein Abkommen. Die eher laue Reaktion dürfte für Johnson nicht überraschend gekommen sein. Stunden vor dem Treffen zeichnete sich bereits ein Strategiewechsel ab. Großbritannien prüfe den Beitritt zu einem bestehenden Freihandelsabkommen zwischen den USA, Mexiko und Kanada, hieß es aus informierten Kreisen, was darauf hindeutet, dass die US-Regierung in absehbarer Zeit keine Gespräche über ein maßgeschneidertes Abkommen aufnehmen wird. Nicht nur hätte Johnson dann ein wichtiges Brexit-Versprechen nicht eingelöst, er würde beim Beitritt zum USMCA auch auf große verfahrenstechnische Hindernisse stoßen.

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