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Fünf Themen des Tages: Dissens in der EZB, Luxusgut Mietwagen

·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Dissens in der EZB, Rücksetzer für Bitcoin, europäische Aktien gewinnen, Mietwagen wird Luxus, und Apple macht Ernst bei Autos. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Dissens in der EZB

Bei der gestrigen EZB-Ratssitzung gab es informierten Kreisen zufolge Dissens in Bezug auf die Frage, in welchem Umfang während des saisonal liquiditätsarmen Sommer Anleihen gekauft werden sollten. Einige Ratsmitglieder argumentierten, niedrigere Marktvolumina würden es der EZB erlauben, weniger auszugeben als ansonsten nötig wäre, um die Finanzierungsbedingungen günstig zu halten. Trotz Anhebung der Konjunkturprognosen hat die Notenbank dann letztlich entschieden, die Käufe weiterhin in einem “erheblich höheren Tempo” fortzusetzen als zu Anfang des Jahres. Genutzt hat dies insbesondere den Besitzern italienischer und griechischer Staatspapiere, die zu den riskantesten der Region gehören. “Der Finger der EZB ist nirgendwo in der Nähe des Abzugs”, sagte Vuk Magdelinic von Overbond.

Rücksetzer für Bitcoin

Der Aufschlag der internationalen Bankenaufsicht, Bitcoin als das riskanteste aller Assets zu klassifizieren, würde es für Banken extrem teuer machen, digitale Token auf ihre Bilanzen zu nehmen. Dies könnte die weitere Verbreitung von Kryptowährungen erschweren. Das Baseler Komitee für Bankenaufsicht hat ein Risikogewicht von 1.250% auf das Engagement einer Bank in Bitcoin vorgeschlagen. Einerseits werde damit Bitcoin als Anlageklasse mit Risikomanagement-Parametern für die Banken anerkannt, andererseits wirkten dieselben Parameter wegen der Kapitalanforderungen abschreckend, sagte Luke Sully, CEO bei Ledgermatic. Das potenzielle Wachstum dieser Anlageklasse biete Chancen für die Fondsmanagement-Gemeinde, schreibt Bloomberg-Kolumnist Mark Gilbert - wenn die Regulierer mitspielen.

Europäische Aktien gewinnen

Die europäischen Aktien haben neue Rekordhochs erklommen, befeuert durch die Aussicht auf weitere geldpolitische Unterstützung. Der Stoxx Europe 600 Index lag gegen Mittag um rund 0,4% im Plus. Bergbau- und Versorgeraktien führten die Gewinne an, während Banken zusammen mit Anleiherenditen fielen. “Inflations- und kurzfristige Tapering-Ängste sollten sich nun abgekühlt haben”, sagte Diego Fernandez von A&G Banca Privada in Madrid. “Es wird eine sanfte Rotation hin zu mehr Qualitätsaktien geben, die zu halten sinnvoll ist, da wir in eine neue Phase des Zyklus eintreten”. In Deutschland verloren Deutsche Bank, nachdem Reuters berichtet hatte, dass die EZB darauf drängt, bald einen neuen Aufsichtsratsvorsitzenden zu ernennen. K+S kletterten nach einer Heraufstufung bei Stifel. MorphoSys fielen nach einer Herabstufung durch JPMorgan.

Mietwagen wird Luxus

In die Sehnsucht nach unbeschwertem Sommerurlaub bei nachlassender Pandemie fällt ein Wermutstropfen: die Preise für Mietwagen gehen durch die Decke - wenn man überhaupt einen bekommt. Die Teuerung ist derzeit besonders akut in Italien und Spanien, am ausgeprägtesten auf Mallorca und Ibiza. Europcar bietet einen VW Polo für die letzte Juliwoche am Flughafen von Palma für 880 Euro an. Vermieter haben Mühe, ihre geschrumpften Flotten wieder aufzufüllen, da die Förderbänder wegen knapper Halbleiter langsamer laufen als sonst. Weltweit sind Bemühungen im Gange, die Halbleiterproduktion hochzufahren. In den USA ist ein Gesetzespaket unterwegs, mit dem umgerechnet 43 Milliarden Euro bereitgestellt werden sollen, um den Ausstoß zu erhöhen. Das Infineon-Rating könnte früher als erwartet heraufgestuft werden, heißt es bei BI.

Apple macht Ernst bei Autos

Apple hat den Ex-BMW-Manager Ulrich Kranz angeheuert, um seine Pläne für selbstfahrende Elektroautos voranzutreiben. Der Tech-Gigant hat Kranz, der an der Entwicklung der BMW-Modelle i3 und i8 mitwirkte, in den letzten Wochen eingestellt. Zuvor war er als Chef von Canoo zurückgetreten, einem Startup für selbstfahrende Elektrofahrzeuge, das er mitbegründet hatte. Apple begann 2014 mit der Entwicklung eines eigenen Fahrzeugs, legte das Vorhaben aber zwei Jahre später auf Eis. Die Stellenbesetzung ist ein klares Zeichen, dass der iPhone-Hersteller entschlossen ist, mit Tesla und anderen Herstellern zu konkurrieren. Elon Musk hat am Donnerstag das Model S Plaid vorgestellt. Das bisher schnellste Fahrzeug des Herstellers hat eine Reichweite von rund 630 km pro Ladung, eine Höchstgeschwindigkeit von 322 km/h und beschleunigt in 2,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Kostenpunkt: 126.990 Euro.

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