Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    15.509,19
    +328,45 (+2,16%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.241,12
    +69,68 (+1,67%)
     
  • Dow Jones 30

    33.989,11
    -103,85 (-0,30%)
     
  • Gold

    1.927,60
    -15,20 (-0,78%)
     
  • EUR/USD

    1,0924
    -0,0070 (-0,63%)
     
  • BTC-EUR

    21.987,07
    +777,15 (+3,66%)
     
  • CMC Crypto 200

    547,53
    +2,21 (+0,41%)
     
  • Öl (Brent)

    76,77
    +0,36 (+0,47%)
     
  • MDAX

    29.808,92
    +959,04 (+3,32%)
     
  • TecDAX

    3.335,98
    +141,29 (+4,42%)
     
  • SDAX

    13.500,45
    +337,31 (+2,56%)
     
  • Nikkei 225

    27.402,05
    +55,17 (+0,20%)
     
  • FTSE 100

    7.820,16
    +59,05 (+0,76%)
     
  • CAC 40

    7.166,27
    +89,16 (+1,26%)
     
  • Nasdaq Compositive

    12.194,34
    +378,02 (+3,20%)
     

Evonik-Chef Kullmann warnt vor langer Wirtschaftflaute - Kurzarbeit möglich

ESSEN (dpa-AFX) -Der Chef des Chemiekonzerns Evonik DE000EVNK013 rechnet wegen der schwierigen und teuren Gasversorgung Deutschlands infolge des Kriegs Russlands gegen die Ukraine mit massiven Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. Kurzarbeit bei dem Essener MDax DE0008467416-Konzern will Christian Kullmann daher nicht ausschließen. Eine solche Maßnahme habe den Zweck, in Krisenzeiten Beschäftigung zu sichern. "Bei Evonik wird es keine betriebsbedingten Kündigungen geben", sagte der Manager im Gespräch mit der "Westdeutschen Allgemeine Zeitung" (WAZ).

"Die Lage ist ernst. Die Krise ist tief und wird lange dauern", sagte Kullmann der Zeitung weiter. "Wir zahlen jetzt den Preis der Solidarität" mit der Ukraine. Dennoch sei es richtig, an der Seite der Ukraine zu stehen. Die deutsche Wirtschaft sieht Kullmann im Wesentlichen auf zwei Säulen: technologische Kompetenz und eine sichere und bezahlbare Energieversorgung. "Die zweite Säule hat nun tiefe Risse bekommen."

Evonik selbst hatte auf die Gaskrise mit dem Weiterbetrieb des eigenen Kohlekraftwerks Marl reagiert, dessen Stilllegung ursprünglich für dieses Jahr geplant war. Ebenfalls in Marl wurde das neue, konzerneigene Gaskraftwerk mit Hilfe des Ölkonzerns BP GB0007980591 auf Autogas umgestellt.

Die chemische Industrie ist stark abhängig von Gas. Es wird vor allem zur Erzeugung hoher Temperaturen gebraucht, die für viele chemische Prozesse notwendig sind. Ein kleinerer Teil fließt zudem als Rohstoff direkt in die Produktion ein.

Mit Blick auf 2022 hält Kullmann im Gespräch mit der "WAZ" am Unternehmensziel eines bereinigten operativen Gewinns (Ebitda) von 2,5 bis 2,6 Milliarden Euro fest, nach 2,4 Milliarden im vergangenen Jahr. Für 2023 äußerte er sich aber zurückhaltend. "Klar ist auch: Wenn unsere Kunden leiden, leiden wir mit."