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EVG begrüßt Frauenquote in Vorständen: 'Für die Bahn Pflicht'

·Lesedauer: 2 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat die grundsätzliche Einigung der schwarz-roten Koalition auf eine verpflichtende Frauenquote für Unternehmensvorstände begrüßt. Es sei ein "großer Schritt für die Gleichstellung, dass Frauen in Vorständen und Führungspositionen stärker repräsentiert werden", sagte der stellvertretende EVG-Vorsitzende Martin Burkert laut einer Mitteilung vom Sonntag. "Das ist vor allem Pflicht und Vorbildfunktion für Staatsunternehmen wie die Deutsche Bahn AG."

Die schwarz-rote Koalition hatte sich am Freitagabend grundsätzlich auf eine verbindliche Frauenquote in Vorständen geeinigt. In Vorständen börsennotierter und paritätisch mitbestimmter Unternehmen mit mehr als drei Mitgliedern muss demnach künftig im Falle von Neubesetzungen ein Mitglied eine Frau sein. Außerdem soll es für Unternehmen mit einer Mehrheitsbeteiligung des Bundes - also auch für die Deutsche Bahn - eine Aufsichtsratsquote von mindestens 30 Prozent und eine Mindestbeteiligung in Vorständen geben. Der Kompromiss soll in den nächsten Tagen den Koalitionsspitzen zur abschließenden Entscheidung vorgelegt werden.

Die EVG hatte in der Vergangenheit die Haltung der Bahn zur Frauenförderung kritisiert. "Der Spiegel" hatte im Oktober berichtet, die Bahn sperre sich gegen Pläne der Regierung zur Frauenförderung. Das Nachrichtenmagazin zitierte aus einem Schriftwechsel des Konzerns mit mehreren Bundesministerien. Demnach warnte die Bahn vor hohen Kosten durch zusätzliche Gleichstellungsbeauftragte und vor Schwierigkeiten, Fachkräfte in technisch-operativen Berufen zu finden. Eine Sprecherin des Bundesfamilienministeriums bezeichnete den dargestellten Sachverhalt als zutreffend, die Bahn sprach dagegen von einer unzutreffenden und irreführenden Berichterstattung.

Die Deutsche Bahn stehe für gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern und damit zu der Initiative der Bundesregierung, hieß es am Sonntag von einer Bahn-Sprecherin. Im Unternehmen gelte eine Zielgröße von 30 Prozent Frauen in Führungspositionen bis 2024. Eine deutliche Steigerung des Frauenanteils in Führungspositionen - und im Gesamtkonzern - sei ein zentrales Anliegen. "Ein hoher Frauenanteil in Spitzenpositionen ist nicht nur aus Gründen der Gleichberechtigung geboten, sondern zahlt sich auch als Wettbewerbsvorteil für das Unternehmen aus", so die Sprecherin. Zur konsequenten Umsetzung habe der Vorstand ein umfangreiches Maßnahmenpaket beschlossen.