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Eurozone: Wirtschaftsstimmung bricht in Rekordtempo ein

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Wirtschaftsstimmung im Euroraum hat sich in der Corona-Krise so stark wie noch nie eingetrübt. Der von der EU-Kommission erhobene Economic Sentiment Indicator (ESI) fiel im April um 27,2 Punkte auf 67,0 Zähler, wie die Kommission am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Das ist der stärkste Rückgang seit Erhebungsbeginn im Jahr 1985. Der Indikator liegt aktuell knapp über seinem Rekordtief, das er während der globalen Finanzkrise im Frühjahr 2009 erreicht hatte. Analysten hatten im Mittel einen Einbruch auf 73,1 Punkte erwartet.

Die Stimmungseintrübung betraf alle relevanten Wirtschaftsbereiche. Besonders stark brach der Indikator für den von der Virus-Krise besonders betroffenen Dienstleistungsbereich ein. Der Indikator für die erwartete Beschäftigung fiel auf ein Rekordtief.

In vielen Ländern seien weniger Antworten auf die Umfrage eingegangen als üblich, merkte die Kommission an. Dies könnte die Aussagekraft der Resultate beeinträchtigen. Der ESI ist ein breit angelegter Indikator, der die Stimmung der Unternehmen und privaten Haushalten misst.