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Europäische Arzneimittelbehörde empfiehlt Impfstoff von Biontech für Jugendliche ab zwölf Jahren

·Lesedauer: 1 Min.

Heute hat die Europäische Arzneimittelbehörde EMA den Impfstoff von Biontech und Pfizer für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren zur Zulassung empfohlen. Nun muss die EU-Kommission noch zustimmen, was als Formalie gilt. Bislang durften Jugendliche in der EU ab 16 Jahren geimpft werden. Eine aktuelle Studie kam zuvor zu dem Schluss, dass die Impfung für Jugendliche sicher und hocheffektiv ist.

An der Studie haben über 2.200 Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren teilgenommen. Der einen Hälfte wurde im Abstand von drei Wochen zweimal der Impfstoff von Biontech/Pfizer gespritzt, die andere Hälfte erhielt eine Placebo-Impfung. "Der Impfstoff ist sicher und wirksam und sollte in einem Abstand von mindestens drei Wochen gegeben werden", sagte Marco Cavaleri, Leiter der Impfstrategie bei der EMA auf einer Pressekonferenz am Freitagnachmittag.

In der ungeimpften Kontroll-Gruppe haben sich 16 Teilnehmer mit dem Corona-Virus angesteckt, in der Gruppe der geimpften Teenager niemand. Der Impfstoff hat also in dieser Altersgruppe eine Schutzwirkung von 100 Prozent, heißt es in dem Beitrag, den ein internationales Forschungsteam im "New England Journal of Medicine" veröffentlichte.

Bei keinem der Probanden sind demnach schwere Nebenwirkungen wie Thrombosen oder allergische Schocks aufgetreten. Die meisten Jugendlichen hätten nur leichte Impfreaktionen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Fieber gehabt.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) in Deutschland will sich mit ihrer Empfehlung allerdings noch Zeit lassen, weil aus ihrer Sicht die Daten über Nebenwirkungen bei Kindern noch zu dünn sind. Sie hat angedeutet, dass sie eine Impfung womöglich nur für vorerkrankte Kinder empfehlen will.

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