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Der Kurs des Euro hat zum Wochenbeginn an seine Verluste vom vergangenen Freitag angeknüpft. Am Markt wurde das Minus der europäischen Gemeinschaftswährung mit einer allgemeinen Dollar-Stärke begründet.

Der Eurokurs ist im Umfeld nervöser Finanzmärkte am Dienstag unter Druck geraten. Das britische Pfund verlor gegenüber allen wichtigen Währungen an Wert.


Am Montag fiel die Gemeinschaftswährung kurzzeitig knapp unter die Marke von 1,24 US-Dollar, am späten Nachmittag lag sie dann bei 1,2425 Dollar. Das war etwas weniger als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs nachmittags auf 1,2440 (Freitag: 1,2492) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8039 (0,8005) Euro.

Am Markt wurden die Euro-Verluste mit einer allgemeinen Dollar-Stärke begründet. Hierzu trugen weiter steigende Kapitalmarktzinsen in den USA bei. Höhere Marktzinsen erhöhen die Attraktivität von Geldanlagen in den Vereinigten Staaten und beflügeln damit auch die dortige Währung. Nahrung erhält der allgemeine Zinsauftrieb durch die Erwartung einer höheren Inflation in den USA. Auslöser dafür war ein am Freitag gemeldeter Anstieg der Stundenlöhne. Dieser lässt raschere Zinsanhebungen durch die US-Notenbank erwarten.



Zusätzliche Unterstützung erhielt der US-Dollar im Nachmittagshandel. Der vielbeachtete ISM-Indikator für die Dienstleistungsbranche war im Januar auf den höchsten Stand seit Erhebungsbeginn im Jahr 2008 gestiegen. Der Index gilt als aussagekräftiger Frühindikator für das gesamtwirtschaftliche Wachstum. Zusammen mit der erwarteten höheren Inflation würde ein stärkeres Wirtschaftswachstum erst recht für eine straffere Geldpolitik in den USA sprechen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88568 (0,87850) britische Pfund, 136,67 (137,22) japanische Yen und 1,1599 (1,1596) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1333,60 (1331,15) Dollar gefixt.

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