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EU-Kommission macht wegen Fluggastrechten Druck auf Airlines

·Lesedauer: 1 Min.
Am blauen Himmel fliegt ein Flugzeug und hinterlässt Kondensstreifen.
Am blauen Himmel fliegt ein Flugzeug und hinterlässt Kondensstreifen.

In der Corona-Krise sind viele Flüge ausgefallen. Die Leidtragenden sind die Reisenden. Die EU setzt sich nun für die Stärkung der Rechte von Fliegenden ein.

Brüssel (dpa) - Wessen Flug in der Corona-Pandemie annulliert wurde, soll nach Ansicht der EU-Kommission deutlich leichter an sein Geld kommen als bisher.

Die Brüsseler Behörde veröffentlichte am Montag eine Liste mit entsprechenden Forderungen an die Fluggesellschaften. Darin werden die Airlines unter anderem aufgefordert, Rückerstattungen in Form eines Gutscheins nicht als einzige Wahl anzupreisen und Verzögerungen bei der Rückzahlung zu vermeiden. Außerdem erwäge man neue Regeln mit Blick auf kommenden Krisen, sagte Verkehrskommissarin Adina Valean.

Am Dienstag soll ein Bericht des Europäischen Rechnungshofs zum gleichen Thema veröffentlicht werden. Wie die Brüsseler Behörde darin abschneiden wird, ist noch unklar. Fest steht aber bereits, dass nach Ansicht der Rechnungsprüfer Fluggäste nicht so gut über ihre Rechte informiert sind, wie sie es sein sollten.

Zu dem am Montag veröffentlichten Forderungskatalog habe man sich nach etlichen Beschwerden von Verbraucherinnen und Verbrauchern entschieden, so die Kommission. Verbindliche Vorgaben sind darin nicht enthalten.

Der Grünen-Europaabgeordnete Rasmus Andresen begrüßte die Initiative. Gerade angesichts der Unsicherheiten für die kommende Urlaubssaison wegen der Delta-Variante des Coronavirus brauche man einen starken Schutz für Verbraucherinnen und Verbraucher, sagte er. Dafür brauche es aber auch «eine systematische Ahndung von Rechtsverstößen und höhere Strafen bei Nichteinhaltung».

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