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EU-Kommission gewährt weitere Corona-Hilfen für Airline Alitalia

·Lesedauer: 1 Min.

Rom darf der Airline weitere 73 Millionen Euro zukommen lassen. Trotz 200 Millionen Euro bereits gezahlter Hilfe geht es Alitalia weiterhin schlecht.

Die EU-Kommission hat dem italienischen Staat erlaubt, die angeschlagene Airline Alitalia mit weiteren 73 Millionen Euro Corona-Hilfen zu unterstützen. Mit dem Geld soll das Unternehmen Schäden kompensieren, die durch die Corona-Pandemie auf knapp 20 Flugrouten zwischen Mitte Juni und Ende Oktober dieses Jahres entstanden waren, hieß es in der Mitteilung der EU-Kommission vom Dienstag.

Wegen der Beschränkungen während der Coronakrise habe die Fluggesellschaft vor allem auf internationalen und interkontinentalen Strecken herbe Verluste eingefahren. Damit gestattet Brüssel weitere Subventionen für Alitalia, nachdem bereits im September fast 200 Millionen Euro an Staatshilfen zugelassen wurden.

Auch diese Mittel waren für den Ausgleich von Schäden, die wegen Corona zwischen Anfang März und Mitte Juni entstanden waren. Weiterhin führt die Kommission zwei Verfahren zu Krediten über 900 Millionen Euro und 400 Millionen Euro, die Italien der Fluglinie 2017 beziehungsweise 2019 gewährt hatte.

Dem Unternehmen geht es seit langem schlecht. Seit 2002 erwirtschaftete Alitalia keinen Gewinn mehr, seit Mai 2017 ist die Airline insolvent. Im kommenden Jahr soll die Italia Trasporto Aereo (Ita) als Nachfolgeunternehmen der Alitalia starten. Alitalia galt in Italien quasi als nationales Symbol.