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Energieeffizienz: So grün kann Bitcoin sein

·Lesedauer: 4 Min.

Bitcoin erhält zunehmend die Aufmerksamkeit der Mainstream-Medien. Allerdings gibt es auch immer häufiger Kritik an BTCs Energieverbrauch.

In diesem Jahr gab es zunehmend Prominente, Investoren und große Organisationen, die sich von Bitcoin distanzierten. Einige haben die Zahlungsoption BTC sogar vollständig von ihren Plattformen gestrichen.

Bitcoin-Umweltspiel

Der Energieverbrauch beim Bitcoin-Mining ist ein stark diskutiertes Thema. In einem kürzlich an die Financial Times gerichteten Kommentar bezeichnete Professor Brian Lucey vom Trinity College Dublin Bitcoin als „schmutzige Währung“. Lucey erklärte, dass die Kryptowährung „allein so viel Strom verbraucht wie ein mittelgroßes europäisches Land“. Eine kürzlich in Cambridge durchgeführte Studie zeigt, dass der jährliche Stromverbrauch von Bitcoin weltweit auf Platz 33 liegt. Dies sind jedoch immer noch Best-Guess-Statistiken.

Es ist oft schwierig zu bestimmen, woher die Energie für den Betrieb von Bitcoin-Mining stammt. In China ist es üblich, dass die Energie der Mining-Anlagen durch den Verbrauch von Kohle und fossilen Brennstoffen befeuert wird. Das Land ist sowohl beim Stromverbrauch als auch beim Bitcoin-Abbau weltweit führend. Bis zu 70% aller Mining-Betriebe weltweit liegen in China.

In den Vereinigten Staaten ging es zuletzt um das Greenidge-Kraftwerk. Ein Kraftwerk, das aufgrund mangelnder Energieeffizient stark kritisiert wurde. Die Atlas Holding kaufte das Kraftwerk auf, um dort Bitcoin Mining zu betreiben. Einige sehen darin einen Schritt in Richtung einer Dominanz des amerikanischen Bitcoin-Minings, das die chinesische Monopolstellung verringert. Allerdings gehen lokale Umweltaktivisten stark gegen den Plan von Atlas Holding vor.

Bitcoin Mining: Ein Bild von BeInCrypto.com
Bitcoin Mining: Ein Bild von BeInCrypto.com

Große Namen distanzieren sich von Bitcoin

Darüber hinaus distanzieren sich immer mehr Unternehmen und Organisationen von Bitcoin.

Greenpeace, eine weltweit führende Stimme im Bereich Umweltaktivismus, war zuvor stolz darauf, Spenden in Bitcoin anzunehmen, und stoppte die Option, mit der digitalen Währung zu spenden. Grund dafür sind die Fragen hinsichtlich Bitcoins Nachhaltigkeit. Gegenüber der Financial Times erklärte Greenpeace:

„Als die Menge an Energie, die für den Betrieb von Bitcoin benötigt wird, klarer wurde, konnten wir diese Politik nicht länger unterstützen.“

Bevor die Zahlungen eingestellt wurden, nahm die Organisation seit 2014 BTC-Spenden entgegen.

Ein weiterer schwerer Schlag war Teslas Entscheidungen, Bitcoin-Zahlungen aufgrund des Verbrauchs fossiler Brennstoffe einzustellen. Nicht nur agiert hier Tesla als Trendmarke, sondern wirkt hier auch Musks Einfluss auf den Krypto-Markt. Entsprechend schreiben einige Analysten den jüngsten Bitcoin Crash Musks Entscheidung zu. Kevin O’Leary, der Shark Tank-Investor, wehrt sich ebenfalls gegen „Blood-Bitcoin“ aus chinesischen Mining-Farmen mit Energie aus Kohle. Chris Larsen, CEO von Ripple, sagte, dass Proof-of-Work (POW) im heutigen umweltbewussten Klima veraltet und besorgniserregend sei. Er plädiert für eine Systemmigration zu Alternativen wie dem Proof-of-Stake (POS). POS benötigt erheblich weniger Energie und bietet mehr Anwendungsfälle für Token.

Bitcoin Mining: Ein Bild von BeInCrypto.com
Bitcoin Mining: Ein Bild von BeInCrypto.com

Grüne Krypto-Innovation

Zusammen mit Larsen gibt es im Kryptoraum viele Innovatoren, die das Problem angehen möchten.

In einem kürzlich geführten Gespräch mit Yahoo News auf Twitter erklärte Cardano und IOHK-Gründer Charles Hoskinson den Trend von PoW zu „nachhaltigeren“ Optionen. Einige Analysten gehen davon aus, dass der jüngste ADA Preisanstieg auf die Umweltfreundlichkeit von Cardano zurückzuführen ist.

Eine weitere umweltfreundliche Entwicklung ist die Einführung des EEE-Token (Energy Efficient Ethereum) zur Verbesserung der Energieproduktion von Ethereum. Die EEE-Token verwenden das Ethereum 2.0-Protokoll, das unter Berücksichtigung der Benutzereffizienz entwickelt wurde. Es ist das erste Asset, das an der Crypto Climate Exchange (CCE) debütiert. CCE soll die weltweit erste Exchange sein, der Mittel zur Unterstützung von Klimaschutzinitiativen im Space bereitstellt.

Das Chia-Netzwerk hat in der letzten Finanzierungsrunde 61 Millionen US-Dollar erhalten, da Investoren den Trends zu Green-Crypto-Projekten folgen. Das Netzwerk hofft, mit seiner energieeffizienten Blockchain und der nativen grünen Währung Chia (XCH) führend in diesem Bereich zu sein. Im Mittelpunkt des Bestrebens steht, das Mining zugänglicher und umweltfreundlicher zu machen.

Bitcoin Mining: Ein Bild von BeInCrypto.com
Bitcoin Mining: Ein Bild von BeInCrypto.com

Traditionelles Mining wird kreativ

Neben den aufstrebenden umweltfreundlichen Innovatoren in diesem Bereich entscheiden sich andere dafür, traditionelle Methoden mit Lösungen anzugehen.

Argo Blockchain Solutions hat in Zusammenarbeit mit DMG Blockchain Solutions den ersten Bitcoin-Mining-Pool erstellt, der vollständig mit sauberer Energie betrieben wird. Die Initiative nutzt Wasserkraft und schöpft daher „grüne Bitcoins“. Eine weitere Zusammenarbeit findet zwischen Wesco Operating Inc und EZ Blockchain statt. Sie haben eine Möglichkeit geschaffen, überschüssige Energie für das Bitcoin Mining zu nutzen. Das Mining wurde dank der EZ Smartgrid-Technologie vor Ort verlegt und nutzte den aus Fackelgas umgewandelten Strom.

Die Adaption von Bitcoin hängt nun zunehmend auch von der Umweltverträglichkeit des Minings ab. Wie sich die Community verändert, wird entscheidend für die Zukunft von Bitcoins sein.

Der Beitrag Energieeffizienz: So grün kann Bitcoin sein erschien zuerst auf BeInCrypto.

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