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EM/Umweltschützer kritisieren EM-Reisen: 'Verheerendes Signal'

·Lesedauer: 2 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Der Umweltverband BUND hat die Reisen während der K.o.-Phase der Fußball-EM als "fatales Zeichen" kritisiert. "Ich finde das Signal vor allem mit Blick auf die Pandemie verheerend, aber auch mit Blick auf die Klima-Belastung", sagte Jens Hilgenberg, Leiter Verkehrspolitik beim BUND, der Deutschen Presse-Agentur am Montag. "Ganz davon abgesehen, dass wir die Delta-Variante quer durch Europa tragen, ist es auch mit Blick auf die CO2-Emissionen nicht besonders sinnvoll, eine EM auf den ganzen Kontinent zu verteilen."

Mit dem Start der K.o.-Phase haben so gut wie alle Teams keine Heimspiele mehr und müssen zu ihren Partien reisen. Viel schlimmer als die Flüge für die Mannschaften sind aus Sicht von Hilgenberg aber die Reisen Tausender Fans. "Man sieht ja, dass einzelne Stadien sehr voll sind", sagte er. Häufig flögen Fans nur für die Partie in das jeweilige Land und danach direkt wieder zurück: "Jetzt haben wir Bilder, wo Zehntausende Menschen für ein Fußball-Spiel durch die Gegend fliegen, das ist einfach nicht mehr zeitgemäß."

Hilgenberg forderte, dass bei der Konzeption und Vergabe von Turnieren in Zukunft auch Umweltaspekte stärker mitgedacht werden müssten. Mit Blick auf die EM 2024 in Deutschland habe der BUND darauf gedrängt, "dass der DFB die Möglichkeit aufzeigt und auch unterstützt, Fans aus ganz Europa umweltfreundlich zu den Spielen in Deutschland zu bringen, am besten auf der Schiene". Dies müsse "in Zukunft eine Grundlage für ein Konzept für eine Fußball-EM sein".

Die Europäische Fußball-Union hatte vor der EM erklärt, unter anderem 600 000 Bäume in den EM-Gastgeberländern pflanzen zu wollen, um die CO2-Emissionen aus den EM-Reisen zu kompensieren. Am Montag erklärte die UEFA auf Anfrage, wegen der Corona-Pandemie hätten bislang erst 100 000 Bäume in Amsterdam und Baku gepflanzt werden können. "Diese Bäume zu pflanzen, ist sicherlich nicht schlecht, aber das wird die CO2-Emissionen nicht ungeschehen machen und bestenfalls langfristig wirken", sagte Hilgenberg dazu. "Jede Emission, die nicht passiert, ist eine gute Emission, und nicht eine, die kompensiert wird."

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