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Eine Nation liegt ihm zu Füßen

England bejubelt den Viertelfinal-Einzug bei der WM in Katar.

Eine ganze Fußball-Nation ist erleichtert darüber, dass ihr Kapitän Harry Kane endlich sein erstes Tor erzielt hat.

Für die großen Schlagzeilen nach dem 3:0-Sieg im Achtelfinale gegen den Senegal sorgte aber weder der Stürmerstar von Tottenham Hotspur noch die beiden anderen Torschützen Jordan Henderson und Bukayo Saka. (DATEN: WM-Spielplan 2022)

Es ist Jude Bellingham, dem das Mutterland des Fußballs nach dessen grandioser Leistung zu Füßen liegt. (BERICHT: Bellingham-Jubel sorgt für Lacher)

Bellingham „ein unglaublicher Spieler“

Welche Zeitung man am Tag nach dem Sieg gegen den aktuellen Afrikameister auch aufschlug: Bellingham war überall der Spieler mit der besten Note. (DATEN: Gruppen und Tabellen der WM)

„Ein unglaublicher Spieler“, schwärmte der ehemalige Profi Chris Sutton in der Daily Mail und gab ihm eine 8,5 (von maximal 10).

In seiner aktiven Karriere hatte es der Stürmer zwar nur auf ein Länderspiel für England gebracht, als Experte genießt der heute 49-Jährige aber einen exzellenten Ruf.

Bellingham, betonte Sutton, sei der Spieler, „auf den ich mich vor diesem Turnier am meisten gefreut habe, und er hat mich nicht enttäuscht“.

Der Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund habe ein sehr gutes Gespür dafür, „wann er einen Pass spielt und wann er den Ball laufen lässt“, lobte Sutton weiter.

Bellingham an zwei Toren beteiligt

Der Mirror bewertete die Vorstellung des erst 19-Jährigen sogar noch ein wenig besser und gab Bellingham die Note 9. „Diese Leistung definiert ein Weltklasse-Talent. Sensationell“, heißt es da in der Bewertung. (NEWS: Alles Wichtige zur WM)

Auch wenn er keines der drei Tore selbst geschossen hat, wären ohne ihn zumindest die ersten beiden durch Henderson und Kane nicht zustande gekommen.

Die Führung bereite er mit einem mustergültigen Pass in die Mitte vor. Noch mehr Bewunderung aber rief seine Beteiligung am zweiten Tor hervor.

„Erlesen“ nannte es beispielsweise The Athletic, „wie er kurz vor dem eigenen Strafraum den Ball eroberte, sich gegen mehrere Gegenspieler durchsetzte und dann Foden bediente, der Kane in Szene setzte.“

Lineker: „Seine Eltern müssen stolz sein“

Gary Lineker, der in seiner Karriere bei zwei WM-Viertelfinalspielen dabei war (1986 und 1990), nannte Bellingham in einem Tweet schon „den Leader des Teams“ und vermutete: „Seine Eltern müssen so stolz auf ihn sein.“

Auch Roy Keane, in seiner aktiven Zeit bei Manchester United und in der irischen Nationalmannschaft auf Bellinghams Position im defensiven Mittelfeld unterwegs, sparte nicht mit Lob.

„Wenn es eng wird, brauchst du einen Mittelfeldspieler, der Magie erzeugt. Das hat Bellingham getan. Brillant“, sagte Keane bei ITV Sport.

Für Bellinghams Mitspieler Phil Foden stand nach dem Spiel bereits jetzt fest: „Er wird der beste Mittelfeldspieler der Welt sein.“

Die unglaubliche Leistung des Teenagers, der in Dortmund noch einen Vertrag bis 2025 hat, untermauern auch die zahlreichen Statistiken. Mit seinen 19 Jahren und 158 Tagen ist er der jüngste englische Spieler seit 1966, dem bei einer WM eine Vorlage gelang.

Außerdem erreichte er noch vor seinem 20. Geburtstag bei einer WM ein Tor und einen Assist. Das war zuletzt einem gewissen Lionel Messi bei der WM 2006 gelungen.

Apropos Zahlen: Schon vor der WM war von 150 Millionen Euro die Rede, die der BVB bei einem Verkauf von Bellingham einnehmen wolle.

Dieser Wert dürfte mit jeder Gala des 19-Jährigen bei dieser WM schon gestiegen sein - und womöglich weiter steigen.