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Elon Musk versteckt sich hinter einer Ausrede, um vom Twitter-Kauf Abstand zu nehmen, oder den Preis zu drücken, glaubt ein Analyst

Tesla-Chef Elon Musk.
Tesla-Chef Elon Musk.

Elon Musk wollte Twitter für 44 Milliarden US-Dollar kaufen – die Chancen dafür stehen mittlerweile fifty-fifty. Das sagt jedenfalls Dan Ives, Analyst der Vermögensverwaltung Wedbush.

Musk hat ursprünglich geplant, einen großen Teil seines Tesla-Anteils zur Finanzierung des Twitter-Aufkaufs zu investieren. Vergangene Woche äußerte der Milliardär Bedenken hinsichtlich der Verbreitung von Bots auf der Social-Media-Plattform Twitter. Bis diese Sorgen nicht ausgeräumt seien, würde es auch keinen Twitter-Kauf geben, sagte Musk. Seine plötzliche Besorgnis über Bots ließ die Twitter-Aktien am Freitag um 10 Prozent einbrechen.

Musks Sorge wegen der Twitter-Bots bezeichnet Analyst Ives als vorgeschobenes Argument, gar als Ausrede um entweder aus dem Geschäft auszusteigen oder den Preis seiner vorgeschlagenen Übernahme von 54,20 US-Dollar pro Aktie zu senken.

„Wir sind der Ansicht, dass der massive Druck auf die Tesla-Aktie seit dem Deal, ein sich änderndes Aktienmarkt-/Risikoumfeld im letzten Monat und eine Reihe anderer Finanzierungsfaktoren dazu geführt haben, dass Musk ‚kalte Füße‘ bekommen hat. Das Bot-Problem ist nicht nicht neu und dient wahrscheinlich eher als Sündenbock, um auf einen niedrigeren Preis zu drängen“, schrieb Wedbush in einer Analyse.

Bots waren für Twitter schon immer ein Problem, aber Jack Dorsey, der Gründer und ehemalige CEO der Plattform, hat laut Ives in den letzten Jahren einen Großteil des Bot-Problems weitgehend geklärt.

Mit seinem Zögern setzt der US-Milliardär Twitter unter Druck, es gibt derzeit auch keinen anderen Bieter.

„Musk weiß um den Druck. In einem sich verändernden Markt, dem Wertabsturz von Teslaaktien um ~300 Milliarden US-Dollar seit der Ankündigung, denken wir, dass der Kauf eine 50 Prozent-Chance hat, noch zu klappen“, sagt Ives. Wenn der Deal nicht zustande kommt, wird Twitter eine Auflösungsgebühr von einer Milliarde US-Dollar erheben, aber das wird immer noch nicht verhindern, dass die Aktie unter 30 US-Dollar fällt, fügt Ives an.

Dieser Artikel wurde von Philip Kaleta aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet Ihr hier.

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