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Elon Musk nimmt angeblich das Narkosemittel Ketamin gegen Depressionen

Zur Behandlung von Depressionen hält der Milliardär Elon Musk die Droge Ketamin – in geringen Dosen – für sinnvoll. - Copyright: picture alliance / zz/Wil R/STAR MAX/IPx | zz/Wil R/STAR MAX/IPx
Zur Behandlung von Depressionen hält der Milliardär Elon Musk die Droge Ketamin – in geringen Dosen – für sinnvoll. - Copyright: picture alliance / zz/Wil R/STAR MAX/IPx | zz/Wil R/STAR MAX/IPx

Elon Musk gab zu, dass er kleine Dosen des Narkosemittels Ketamin einnimmt, um Depressionen zu bekämpfen. Er sei dabei beobachtet worden, wie er die Droge zum Spaß einnehme, berichtet die US-Zeitung „Wall Street Journal“ (WSJ).

Die Tageszeitung beruft sich dabei auf Menschen im Umfeld des Milliardärs und Partygäste, die ihn beim Konsum der Droge beobachtet haben sollen.

Auf Anfrage von Business Insider hat Musk nicht geantwortet. Zwei Stunden nach Erscheinen des "WSJ"-Artikels veröffentlichte der Tesla-CEO einen Tweet über den Gebrauch von Ketamin.

„Depressionen werden in den USA zu oft diagnostiziert, aber bei manchen Menschen ist es ein Problem mit der Gehirnchemie“, schrieb Musk darin. Er betont, dass „Menschen mit SSRI (Serotonin-Wiederaufnahmehemmern) zu oft zu Zombies gemacht werden. Bei meinen Freunden habe ich gesehen, dass ab und zu Ketamin zu nehmen die bessere Option ist“.

Ketamin kann zu starken Halluzinationen führen und Realitätsverlust

Laut der „Suchtprävention Berlin“ kann Ketamin starke halluzinogene Nebenwirkungen haben. In kleinen Dosen soll es beschwipsend wirken, in mittleren Dosen betäuben und die motorischen Fähigkeiten einschränken. Bei hohen Dosen komme es zu einem Rausch, der zu Realitätsverlust führt, schreibt die Beratungsstelle.

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Ketamin wird im medizinischen Bereich als Narkosemittel verwendet, aber auch als Partydroge. Es wird als weißes Pulver, Flüssigkeit oder als Tablette verkauft.

Forscherinnen und Forscher untersuchten in klinischen Studien die Wirkung von Ketamin zur Behandlung von Depressionen. Sie gehen tatsächlich davon aus, dass es eine neue Behandlungsmöglichkeit sein könnte.

Off-label verschreiben Ärzte Ketamin gegen psychische Probleme

Die Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde der Vereinigten Staaten hat die Droge allerdings nicht offiziell zur Behandlung psychischer Probleme zugelassen. Teilweise verschreiben Medizinerinnen und Mediziner trotzdem das Mittel off-label seit über zehn Jahren an Patienten.

Berichten zufolge experimentieren mehrere Führungskräfte im Silicon Valley mit Psychedelika. Der Google-Mitbegründer Sergey Brin etwa habe psilocybinhaltige Pilze konsumiert, schreibt das „Wall Street Journal“ und beruft sich auf Menschen aus seinem Umfeld.

Business Insider berichtete bereits über eine Party, an der Brin im vergangenen Sommer teilnahm. Dort konsumierten die Gäste offen psychedelische Pilze. Kollegen sagen dem Unternehmer nach, dass er sich für psychedelische Drogen im Allgemeinen interessiere.

Laut „WSJ“, sind auch die Mitglieder des Founders Fund, eines elitären Risikokapitalunternehmens aus San Francisco, das in Unternehmen wie SpaceX, Airbnb und Spotify investiert hat, dafür bekannt, Partys mit Psychedelika zu veranstalten.

Auf eine Anfrage von "WSJ" antworteten Brin und der Founders Fund nicht. Allerdings sagte ein Sprecher des Founders Fund dem Medium: "Die Forschung zeigt, dass Psychedelika einen erheblichen Nutzen für die psychische Gesundheit haben können, und wir unterstützen die Bemühungen des öffentlichen und privaten Sektors, diese Drogen sicher und legal verfügbar zu machen."

Microdosing gilt als schick im Silicon Valley

Microdosing, also sehr kleine Mengen einer Droge zu konsumieren, ist im Silicon Valley weit verbreitet. Führungskräfte nehmen winzige Dosen von Drogen wie LSD ein, um ihre Kreativität und Konzentration zu fördern. Doch Forscher sind sich nicht über die Effektivität der Drogen einig. Zudem sind viele dieser Substanzen illegal.

Musk ist in der Vergangenheit wegen Drogenkonsums in Schwierigkeiten geraten. Im letzten Jahr sagte der Milliardär, dass er und "ganz SpaceX" ein Jahr lang auf Drogen getestet werden mussten, nachdem er 2018 in einem Podcast mit Joe Rogan Marihuana geraucht hatte. Vorstandsmitglieder von Tesla äußerten sich darauf besorgt, als der CEO 2018 der "New York Times" (NYT) erklärte, er habe begonnen, Ambien – ein Schlafmittel mit dem Wirkstoff Zolpidem – einzunehmen.

Vergangenes Jahr berichtete die "NYT", dass der Milliardär oft mit seinen Freunden über die Vorzüge psychedelischer Drogen spreche und fast jedes Burning Man Festival der vergangenen 20 Jahre besucht habe.

David Marglin, ein Anwalt aus der Gegend um San Francisco, lernte Elon Musk beim Burning Man Festival kennen und ist seit 20 Jahren mit ihm befreundet. Er sagte der Zeitung im Jahr 2022, dass er mit dem CEO auf „leichten Entdeckungsreisen“ gewesen sei. Er betonte, dass Musk diese Reisen wertschätze. „Es ist nicht wild oder gerät außer Kontrolle, aber es geht die ganze Nacht, es wird getanzt und gefeiert“, erzählte David Marglin der "New York Times".

Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt. Das Original lest ihr hier.