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Drei Ex-Spotify-Manager gründen in Berlin ein Business-Angel-Syndikat

·Lesedauer: 2 Min.
Der Streaming-Dienst hat seine frühen Mitarbeiter mit viel Geld belohnt.
Der Streaming-Dienst hat seine frühen Mitarbeiter mit viel Geld belohnt.

Man merkt förmlich, wie die deutsche Startup-Szene reift. Woran? Vor allem daran, dass immer mehr Szeneköpfe aus der älteren Generation Geld und vor allem Wissen unter jüngeren Startups verteilen. Jüngstes Beispiel sind drei, die sich vor etwa zehn Jahren bei Spotify getroffen und dort viel Geld verdient haben. Sie heißen Katia Yakovleva, John Bonten und Axel Bard Bringéus und haben sich jetzt in Berlin, wie Sifted berichtet, zu den Spoti Angels zusammengeschlossen – eine Gruppe von Ex-Spotify-Angestellten und gleichzeitig Business Angels.

Das Trio will demnach keine großen Summen verteilen, dafür aber in sehr frühen Unternehmensphasen mitmischen: Mit 25.000 bis 150.000 Euro wollen sie sich einkaufen. Das Geld soll gar nicht unbedingt im Vordergrund stehen, sondern die Erfahrung, die Yakovleva, Bonten und Bringéus mit einbringen möchten. Die kommt vor allem daher, dass sie für den Musikriesen den deutschsprachigen Markt erschlossen haben – es war der erste Schritt Spotifys aus dem Heimatmarkt Schweden heraus. Bonten und Bringéus wiederholten das Prozedere noch in 60 weiteren Märkten, wie Sifted schreibt.

Alle gemeinsam – oder auch getrennt

Pitchdecks und den „Deal Flow“ wollen die drei Angels demnach untereinander aufteilen. Ob sie dann gemeinsam investieren, einzeln oder gar nicht, werde pro Fall entschieden. Im Fokus seien Consumer Tech, Creator Economy und die Zukunft der Arbeit.

Bei Spotify ausgeschieden sind Yakovleva, Bonten und Bringéus übrigens schon vor einer Weile – und haben seitdem in unterschiedlichen Rollen junge Startups beraten. Bonten zum Beispiel sitzt bei der Meditations-App Calm im Board, Bringéus half dem Wagniskapitalgeber EQT dabei, in Deutschland Fuß zu fassen und sitzt unter anderem beim Dresdner Robotik-Startup Wandelbots im Beirat.

Es ist freilich nicht das erste Mal, dass sich ehemalige Gründer in einem Business-Angel-Netzwerk formieren. Bereits vor einigen Jahren haben sich zum Beispiel erfolgreiche Gründer aus dem Umfeld von Rocket Internet zusammengetan. Unter dem Namen Saarbrücker21 – der Adresse des ehemaligen Hauptquartiers des berüchtigten Company Builders – investieren bekannte Szeneköpfe wie Home24-Gründer Philipp Kreibohm, Nebenan.de-Macher Christian Vollmann oder Ladenzeile-Gründer Robert Maier in junge Startups.

Vorbild für eine solche Zusammenarbeit dürfte – bewusst oder nicht – die Paypal-Mafia aus den USA sein. Dort haben die Gründer des Fintechs mit ihrem Exit-Geld ein bemerkenswertes Netzwerk an Startups geschaffen – als Investoren und in Form von weiteren Gründungen. Auch in Deutschland zeigen sich nach Jahren des Startup-Booms erste vergleichbare Strukturen. Neben Zalando tut sich vor allem die Berliner Smartphone-Bank N26 als Gründerschmiede hervor. Mindestens 25 Firmen sind im Laufe der Jahre durch die Beteiligung ehemaliger N26-Mitarbeiter entstanden. Noch reicht ihr finanzieller Einfluss auf das Ökosystem nicht an die Paypal-Erben aus den USA heran. Doch die Netzwerke wachsen stetig. Weiteres Beispiel: der Online-Möbelversender Westwing. 31 Unternehmen mit 4.400 Arbeitsplätzen sind in dessen Umfeld bereits entstanden.

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