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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 28.12.2021 - 17.15 Uhr

·Lesedauer: 4 Min.

RKI ordnet nun 10 443 Corona-Fälle Omikron zu - vier Tote

BERLIN - Innerhalb eines Tages ist die Zahl der an das Robert Koch-Institut (RKI) übermittelten sicher nachgewiesenen und wahrscheinlichen Omikron-Fälle in Deutschland stark gestiegen. 10 443 Fälle würden nun der neuen Corona-Variante zugeordnet, 45 Prozent mehr als am Vortag, hieß es am Dienstag auf einer RKI-Übersichtsseite (Datenstand 28. Dezember). Die Zahl bezieht sich auf Fälle im November und Dezember, die meisten Nachweise stammen mit 6257 aus der vergangenen Woche (Vorwoche: 2904).

ROUNDUP: US-Behörde verkürzt empfohlene Isolationsdauer nach Corona-Infektion

WASHINGTON - Die US-Gesundheitsbehörde CDC verkürzt die empfohlene Isolationsdauer nach einer Corona-Infektion von zehn auf fünf Tage. Grund seien wissenschaftliche Erkenntnisse, dass die meisten Ansteckungen früh im Krankheitsverlauf stattfinden - in der Regel in den ein bis zwei Tagen vor dem Auftreten der Symptome und in den zwei bis drei Tagen danach, teilte die CDC am Montag (Ortszeit) mit. Bisher hatte die CDC eine Isolation von zehn Tagen empfohlen. Unter Isolation versteht die Behörde die Zeit nach einer bestätigten Infektion. Ein deutscher Experte hält das Vorgehen für problematisch.

Erfolg für Sánchez: Spaniens Parlament verabschiedet Haushalt 2022

MADRID - Wichtiger Erfolg für die linke Minderheitsregierung in Spanien: Das Parlament hat den Etatplan von Ministerpräsident Pedro Sánchez für 2022 in Madrid mit einer deutlichen Mehrheit verabschiedet. "Der Haushalt für 2022 wurde von bis zu 15 Parteien unterstützt. Das hat es noch nie gegeben (...) Wir machen weiter!", jubelte Finanzministerin María Jesús Montero am Dienstag auf Twitter.

USA: Häuserpreise steigen stärker als erwartet - FHFA

NEW YORK - In den USA ist der Preisauftrieb am Häusermarkt laut dem FHFA-Indikator höher als erwartet ausgefallen. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Preise im Oktober um 1,1 Prozent, wie die Federal Housing Finance Agency (FHFA) am Dienstag in New York mitteilte. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg um 0,9 Prozent gerechnet. Im September hatte der Anstieg bei 0,9 Prozent gelegen.

Buschmann für Bußgelder und gegen nationales Register bei Impfpflicht

BERLIN - Bundesjustizminister Marco Buschmann setzt im Fall der Einführung einer Corona-Impfpflicht auf stichprobenartige Kontrollen und Bußgelder bei Verstößen. Skeptisch bewertet er jedoch den Aufbau eines nationalen Impfregisters. "Bei nationalen Registern, die Daten über die gesamte Bevölkerung speichern, bin ich stets zurückhaltend", sagte der FDP-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstag). Datenschützer befürchteten hier den Einstieg in einen umfassenden Zugriff des Staates auf alle Gesundheitsdaten der Bürgerinnen und Bürger. Der Aufbau eines solchen Registers würde zudem Zeit kosten.

Kritik an Lira-Krise - Bankenbehörde zeigt Twitter-Nutzer an

ISTANBUL - Vor dem Hintergrund der Lira-Krise in der Türkei drohen mehreren Menschen Strafen wegen kritischer Tweets und anderen Beiträgen. Weil sie beabsichtigt hätten, Währungskurse zu "manipulieren", habe man Strafanzeige gegen 26 Menschen eingereicht, teilte die türkische Regulierungs- und Aufsichtsbehörde für Banken in einem Tweet am Montagabend mit. Die Behörde veröffentlichte zudem eine Liste mit den Namen der Betroffenen - darunter sind etwa ein ehemaliger Zentralbank-Chef sowie der im deutschen Exil lebende Journalist Erk Acarer.

USA: Anstieg der Hauspreise schwächt sich erneut ab - Case-Shiller-Index

NEW YORK - Der Anstieg der US-Hauspreise hat sich im Oktober den dritten Monat in Folge abgeschwächt. In den 20 großen Metropolregionen der Vereinigten Staaten stiegen die Preise gegenüber dem Vorjahresmonat zwar um 18,41 Prozent, wie aus dem am Dienstag in New York veröffentlichten S&P/Case-Shiller-Index hervorgeht. Im Vormonat hatte der Anstieg aber noch 19,09 Prozent betragen. Analysten hatten im Schnitt im Oktober mit 18,50 Prozent gerechnet.

GESAMT-ROUNDUP: USA und Russland verhandeln am 10. Januar über Ukraine-Konflikt

BERLIN/WASHINGTON/MOSKAU - Nach wochenlanger Zuspitzung des Ukraine-Konflikts führen die USA und Russland am 10. Januar erste Gespräche über eine Deeskalation. Bei dem von beiden Seiten bestätigten Treffen von Unterhändlern aus Moskau und Washington in Genf soll es um den russischen Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine, aber auch um die von Russland geforderten Sicherheitsgarantien der Nato gehen. Auch Bundesaußenministerin Annalena Baerbock setzt ihre Bemühungen um eine Entschärfung der Lage fort. Sie kündigte ein "zeitnahes" persönliches Gespräch mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow an. "Jetzt geht es darum, eine weitere Eskalation zu verhindern", sagte die Grünen-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.

Bundesbank: Banken sollten Inflationsrisiken nicht unterschätzen

FRANKFURT - Die Bundesbank warnt Banken vor einer Unterschätzung von Inflationsrisiken. Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling sagte der "Börsen-Zeitung" (Dienstag), er sehe "eine gewisse Gefahr darin, dass man sich derart auf die Auswirkungen der Pandemie fokussiert, dass andere Risiken, die womöglich größer und auch längerfristig sind, zu wenig Aufmerksamkeit bekommen".

Japans Industrieproduktion mit Rekordanstieg im November

TOKIO - Die japanische Industrieproduktion hat sich im November nach einer Schwächephase im Sommer weiter erholt. Die Produktion der Industriebetriebe sei im November im Vergleich zum Oktober mit einem Rekordanstieg um 7,2 Prozent gewachsen, teilte das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (Meti) am Dienstag auf Basis vorläufiger Daten in Tokio mit. Das war deutlich mehr als Analysten im Schnitt mit 4,8 Prozent auf dem Zettel hatten. Zudem ist es der höchste Anstieg seit Jahrzehnten.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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