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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 12.02.2021 - 17.00 Uhr

·Lesedauer: 4 Min.

USA: Konsumklima der Uni Michigan trübt sich überraschend ein

MICHIGAN - Das Konsumklima in der USA hat sich im Februar überraschend eingetrübt. Das von der Universität von Michigan erhobene Verbrauchervertrauen fiel gegenüber dem Vormonat um 2,8 Punkte auf 76,2 Zähler, wie die Universität am Freitag laut einer ersten Erhebung mitteilte. Das ist der niedrigste Stand seit August 2020. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg auf 80,9 Punkte gerechnet.

Biden: Alle Amerikaner sollen im Sommer Impfungen bekommen können

WASHINGTON - US-Präsident Joe Biden will noch im Sommer die Corona-Impfkampagne in dem Land mit 330 Millionen Einwohnern weitgehend abschließen. "Wir hoffen, dass bis Ende des Sommers jeder oder fast jeder geimpft sein wird", sagte Biden am Freitag.

Merkel dringt auf 'kluge Öffnungsschritte'

BERLIN - Kanzlerin Angela Merkel dringt darauf, bei anstehenden Lockerungen der Corona-Beschränkungen nur schrittweise vorzugehen und die Folgen genau zu beobachten. "Es hängt jetzt von uns und klugen Öffnungsschritten ab, ob wir ohne eine groß ausgeprägte dritte Welle durch die Pandemie kommen - oder ob wir zu unvorsichtig sind und dann doch vielleicht wieder steigende Fallzahlen haben", sagte die CDU-Politikerin am Freitag einem Interview des ZDF-"heute journal". Wegen neuer Virus-Mutationen müsse man besonders aufmerksam sein.

Bericht: Britische Variante bei fast jeder fünften Corona-Infektion

ROM - In Italien soll laut einer Schätzung des Gesundheitsministeriums schon fast jede fünfte Corona-Infektion auf die sogenannte britische Variante zurückzuführen sein. Im Schnitt seien es nach einer Stichproben-Analyse landesweit rund 17 Prozent der Infektionen, teilte das Ministerium am Freitag mit. In gut 80 Laboren landesweit waren dafür rund 850 Proben positiv getesteter Menschen analysiert worden.

Scholz: Neue Corona-Hilfen sind Beitrag zum Durchhalten

BERLIN - Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat geplante neue Corona-Hilfen etwa für Familien als einen Beitrag zum Durchhalten in der Krise bezeichnet. Es gehe darum, auch in der Pandemie an die Zukunft zu denken, sagte der SPD-Politiker am Freitag im Bundestag. "Ganz konkret tun wir deshalb an dieser Stelle etwas, um diejenigen zu unterstützen, die jetzt noch durchhalten müssen: die Familien, die eine Unterstützung bekommen mit dem Kinderbonus von 150 Euro, der eine gute Sache schon im letzten Jahr war und den wir jetzt voranbringen."

ROUNDUP/Russlands Außenminister: Sind auf Bruch mit der EU vorbereitet

MOSKAU - Im Falle weiterer EU-Sanktionen ist Russland laut Außenminister Sergej Lawrow auf einen Bruch mit der Europäischen Union vorbereitet. "Wir wollen uns nicht vom Leben in der Welt isolieren, aber wir müssen darauf vorbereitet sein", sagte Lawrow in einem am Freitag veröffentlichten Ausschnitt aus einer Sendung des Journalisten Wladimir Solowjow. "Wenn du Frieden willst - bereite dich auf den Krieg vor", fügte Lawrow hinzu. Der Kreml kritisierte wenig später, Lawrows Worte seien von einigen Medien verkürzt widergegeben worden.

Altmaier wirbt bei Wirtschaft um Verständnis für längeren Lockdown

BERLIN - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat um Verständnis für die erneute Verlängerung der weitreichenden Corona-Einschränkungen geworben. Die Enttäuschung vieler Unternehmer sei sehr verständlich. Die Politik befände sich bei der Frage nach möglichen Öffnungsschritten aber in einem Dilemma, da man einerseits die Verantwortung für die Gesundheit von 83 Millionen Menschen, andererseits aber auch für mittelständische Unternehmen und ihre Inhaber trage, sagte Altmaier am Freitag im Deutschlandfunk. "Das müssen wir zu einem Ausgleich bringen."

Spanien: Inflation steigt weniger als gedacht

MADRID - In Spanien ist die Inflationsrate zu Jahresbeginn deutlich gestiegen, allerdings nicht so stark wie zunächst gedacht. Die nach europäischen Standards ermittelte Teuerungsrate (HVPI) stieg auf Jahressicht von minus 0,6 Prozent im Dezember auf plus 0,4 Prozent im Januar, wie das Statistikamt INE am Freitag in Madrid nach einer zweiten Schätzung mitteilte. In einer ersten Erhebung war eine etwas höhere Rate von 0,6 Prozent ermittelt worden.

ROUNDUP: Britische Wirtschaft schrumpft 2020 in Rekordtempo

LONDON - Die britische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr infolge der Corona-Pandemie drastisch geschrumpft. Wie das Statistikamt ONS am Freitag in London mitteilte, ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahr um 9,9 Prozent zurück. Dies ist ein Rekordrückgang. Zum Jahresende hin wuchs die Wirtschaft jedoch wieder. Laut ONS lag das BIP im vierten Quartal 1,0 Prozent über dem Niveau des Vorquartals.

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