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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 11.11.2020 - 17.00 Uhr

·Lesedauer: 3 Min.

Lagarde: EZB wird auch in der zweiten Welle der Pandemie unterstützen

FRANKFURT - Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, hat in der Corona-Pandemie eine weitere Unterstützung der Wirtschaft signalisiert. "Die EZB wird auch in der zweiten Welle der Pandemie da sein", sagte Lagarde am Mittwoch zum Auftakt einer Notenbankkonferenz in Frankfurt. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie würden weit ins Jahr 2021 andauern. Diese Zeit müsse überbrückt werden.

ROUNDUP 2/Werte hoch, Werte runter: Noch kein klarer Trend bei Infektionslage

BERLIN - Die Corona-Zahlen zum Infektionsgeschehen in Deutschland lassen noch immer keinen eindeutigen Trend erkennen. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 18 487 neue Corona-Infektionen, wie aus Zahlen von Mittwochmorgen hervorgeht. Das sind über 1000 Fälle mehr als am Mittwoch vergangener Woche. Andererseits ist die sogenannte 7-Tage-Inzidenz nach RKI-Angaben erstmals seit der zweiten Septemberhälfte etwas gesunken. Sie hängt davon ab, wie viele Menschen sich innerhalb einer Woche infizieren. Der R-Wert liegt zwar weiterhin unter 1, aber nicht deutlich genug für eine starke Abschwächung des Infektionsgeschehens.

Merkel: Schuldenbremse muss Leitschnur für künftige Jahre bleiben

BERLIN - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Bedeutung der Schuldenbremse für die kommenden Jahre betont. Merkel sagte am Mittwoch bei der digitalen Übergabe des Jahresgutachtens der "Wirtschaftsweisen" mit Blick auf die Corona-Pandemie, die Schuldenbremse sei "flexibel genug", mit "diesen Dingen" umzugehen. "Aber sie ist eben weiterhin im Grundgesetz und muss auch Leitschnur für die zukünftigen Jahre bleiben."

ROUNDUP: 'Wirtschaftsweise' sehen wegen Corona fragile Konjunktur

BERLIN - Angesichts der anhaltend kritischen Corona-Lage haben die "Wirtschaftsweisen" vor Rückschlägen für die Konjunktur in Deutschland gewarnt. Zwar hob der Sachverständigenrat seine Prognose für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr an. Durch die stark steigenden Infektionszahlen bleibe die wirtschaftliche Lage aber fragil, sagte der Vorsitzende der "Wirtschaftsweisen", Lars Feld, am Mittwoch zur Vorlage des Jahresgutachtens. Für die weitere Entwicklung sei entscheidend, wie die Pandemie eingedämmt werden könne und wie sich die Wirtschaft im Ausland entwickle.

Scholz: Hilfspolitik hat Abwärtsspirale verhindert

BERLIN - Nach der Konjunkturprognose der "Wirtschaftsweisen" sieht Finanzminister Olaf Scholz (SPD) den wirtschaftspolitischen Kurs der Bundesregierung bestätigt. "Die Wirtschaftsweisen geben uns recht: Die entschlossene Hilfspolitik zahlt sich aus", sagte der Vizekanzler am Mittwoch in Berlin. Mit den massiven Hilfen sei es dem Bund gelungen, eine folgenschwere Abwärtsspirale zu verhindern.

ROUNDUP 2: Zweite Corona-Welle belastet Chemiebranche - Umsatzeinbruch erwartet

FRANKFURT - Die zweite Corona-Welle und Lockdowns in vielen Ländern belasten die deutsche Chemie- und Pharmabranche. Nach einer Erholung im dritten Quartal haben sich die Geschäftsaussichten wieder eingetrübt, teilte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Mittwoch mit. Der Branche stehe ein schwieriges Schlussquartal bevor, sagte VCI-Präsident Christian Kullmann in Frankfurt. "Auch wenn der Auftrieb in der Industrie stark war, droht durch Corona ein neuer Dämpfer. Die Bundesregierung muss verhindern, dass es zu dauerhaften wirtschaftlichen Schäden kommt."

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