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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 10.02.2021 - 17.00 UHR

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USA: Inflation stabil bei 1,4 Prozent

WASHINGTON - In den USA hat sich die Inflation zu Jahresbeginn nicht verändert. Die zum Vorjahresmonat gemessene Inflationsrate habe wie im Dezember 1,4 Prozent betragen, teilte das Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mit. Analysten hatten im Schnitt einen Anstieg der Rate auf 1,5 Prozent erwartet. Zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent.

Lagarde: EZB sorgt sich derzeit nicht wegen Rückkehr der Inflation

FRANKFURT/LONDON - Die Europäische Zentralbank (EZB) sorgt sich derzeit nicht wegen einer möglichen Rückkehr der Inflation. "Es wird eine geraume Zeit dauern, bis sich die EZB um eine Reinflation Sorgen machen muss", sagte Präsidentin Christine Lagarde am Mittwoch auf einem Online-Seminar der britischen Zeitschrift "Economist". "Wir sind sehr weit vom Inflationsziel entfernt." Die EZB strebt auf mittlere Sicht eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an.

Corona-Notstand in Tschechien könnte mangels Mehrheit auslaufen

PRAG - Mitten in der Corona-Krise könnte in Tschechien der seit Oktober geltende Notstand wegen politischen Streits am Sonntag auslaufen. Die Minderheitsregierung hat noch immer keine sichere Mehrheit für eine weitere Verlängerung des Ausnahmezustands gefunden. Man wolle bis zum letzten Moment mit den Oppositionsparteien verhandeln, sagte Innenminister Jan Hamacek am Mittwoch. Es gehe "um Menschenleben", warnte der 42-Jährige.

ROUNDUP: Beratungen über weitgehende Lockdown-Verlängerung bis Mitte März

BERLIN - Die Länder sollen freie Hand für die Öffnung von Schulen und Kitas bekommen - der Lockdown in Deutschland wird aber möglicherweise weitgehend bis Mitte März verlängert. Das sieht eine neue Vorlage für die Beratungen von Bund und Ländern über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie an diesem Mittwochnachmittag vor. Eine Ausnahme soll es demnach für Friseure geben, die unter strikten Hygiene-Auflagen bereits Anfang März wieder öffnen könnten.

ROUNDUP: Wirtschaft pocht vor Corona-Beratungen auf konkrete Öffnungspläne

BERLIN/MÜNCHEN - Vor dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern fordern Spitzenverbände Öffnungskonzepte für die deutsche Wirtschaft. "Wir erwarten von der Politik, die im Januar versprochene Mittelfriststrategie für ein Öffnungsszenario vorzulegen", erklärten BDA und BDI am Mittwoch in einem gemeinsamen Appell.

Ex-Premier Renzi: Draghi bedeutet Vertrauen und Rettung für Italien

ROM - Der frühere italienische Ministerpräsident Matteo Renzi hat den mit der Regierungsbildung in Rom beauftragten Ex-Zentralbankchef Mario Draghi als Retter des Landes und Garanten für Vertrauen bezeichnet. "Er ist der Italiener, der den Euro gerettet hat, jetzt ist er der Europäer, der Italien retten wird", sagte Renzi über den langjährigen Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Draghi, in der Wochenzeitung "Die Zeit" (Donnerstag).

Draghi setzt Gespräche fort - Fünf-Sterne-Bewegung vertagt Abstimmung

ROM - Der Ex-Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, hat auf der Suche nach einer neuen Regierung für Italien seine Beratungen mit Verbänden und Gewerkschaften begonnen. Am Mittwochvormittag sprach der Ökonom in Rom zunächst mit den Vereinigungen der Kommunen, Provinzen und Regionen, wie die Abgeordnetenkammer mitteilte. Auf dem Plan standen außerdem Treffen mit Branchenvertretern, Umweltverbänden und Gewerkschaften.

Schwedische Zentralbank rechnet bis 2024 mit Leitzins von 0 Prozent

STOCKHOLM - Die schwedische Zentralbank belässt ihren Leitzins bei 0 Prozent und rechnet derzeit nicht damit, dass sich daran in den kommenden Jahren etwas ändern wird. Bis zum Jahr 2024 gehen die Schweden von einem unverändert bei 0,0 Prozent liegenden Leitzins aus, um die Inflation auf ein anhaltendes Niveau von rund 2 Prozent zu heben, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Prognose der Notenbank hervorgeht.

ROUNDUP: Ifo erwartet wirtschaftliche Stagnation zu Jahresbeginn

MÜNCHEN - Das Münchner Ifo-Institut erwartet wegen des andauernden Corona-Lockdowns einen neuerlichen Dämpfer für die Konjunktur, aber keinen Rückgang der Wirtschaftsleistung. Stattdessen rechnen die Ifo-Konjunkturforscher nach Angaben vom Mittwoch zum Jahresbeginn mit einem stagnierenden Bruttoinlandsprodukt.

ROUNDUP: Preisauftrieb beschleunigt sich - Inflation steigt auf 1 Prozent

WIESBADEN - Nach dem Auslaufen niedrigerer Mehrwertsteuersätze und der Einführung der CO2-Abgabe zu Jahresbeginn hat die Inflation in Deutschland einen Sprung nach oben gemacht. Im Januar 2021 lagen die Verbraucherpreise um 1,0 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Im Dezember hatte die Jahresinflationsrate noch bei minus 0,3 Prozent gelegen, zuletzt war sie im Juni mit 0,9 Prozent positiv gewesen. Zwar erwarten Ökonomen in den kommenden Monaten steigende Verbraucherpreise. Der Anstieg dürfte sich aber eher in Grenzen halten.

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