Deutsche Märkte öffnen in 6 Stunden 57 Minuten
  • Nikkei 225

    27.810,30
    +32,40 (+0,12%)
     
  • Dow Jones 30

    34.429,88
    +34,88 (+0,10%)
     
  • BTC-EUR

    16.320,17
    +130,30 (+0,80%)
     
  • CMC Crypto 200

    407,49
    +6,06 (+1,51%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.461,50
    -20,90 (-0,18%)
     
  • S&P 500

    4.071,70
    -4,87 (-0,12%)
     

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 08.11.2022 - 17.00 Uhr

ROUNDUP: Währungshüter peilen trotz Rezessionssorgen weitere Zinserhöhungen an

FRANKFURT - Die Euro-Währungshüter steuern trotz eines drohenden Wirtschaftsabschwungs auf weitere Zinserhöhungen zu. "Weitere Zinserhöhungen sind erforderlich, um die Inflationsrate zurück auf zwei Prozent zu bringen", sagte Bundesbank-Präsident Joachim Nagel am Dienstag bei einem Symposium der Notenbank in Frankfurt. Auf die Höhe weiterer Erhöhungen wollte sich Nagel nicht festlegen: "Ich weiß nur, dass große Zinsschritte notwendig sind."

Eurozone: Einzelhandelsumsätze steigen wie erwartet

LUXEMBURG - In der Eurozone sind die Einzelhandelsumsätze im September wie erwartet gestiegen. Gegenüber dem Vormonat legten die Erlöse um 0,4 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit diesem Anstieg gerechnet. Im Vormonat hatten die Umsätze laut revidierten Zahlen stagniert. Zunächst war ein Rückgang von 0,3 Prozent ermittelt worden.

Ifo: Deutschland verliert fast 110 Milliarden Euro wegen Energiepreisen

MÜNCHEN - Der rasante Anstieg der Energiepreise kostet Deutschland nach Berechnungen des Ifo-Instituts fast 110 Milliarden Euro an verlorenem Realeinkommen. Entsprechend weniger wird nach Einschätzung der Münchner Ökonomen bei Tarif- und Gehaltsverhandlungen an Arbeitnehmer zu verteilen sein. "Der derzeitige Realeinkommensrückgang dürfte auch in den kommenden Jahren bestehen bleiben", sagte Ifo-Konjunkturforscher Timo Wollmershäuser am Dienstag. Das Institut veröffentlichte die Studie vor dem Hintergrund der laufenden Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie.

ROUNDUP: Scholz fordert 'industrielle Revolution' für den Klimaschutz

SCHARM EL SCHEICH - Bundeskanzler Olaf Scholz hat auf der Weltklimakonferenz für seinen Idee eines globalen Klimaclubs von Ländern mit ehrgeizigen Zielen bei der Bekämpfung der Erderwärmung geworben. Er lud dazu am Dienstag im ägyptischen Scharm el Scheich ausdrücklich auch China ein, das rein mengenmäßig weltweit am meisten klimaschädliche Gase ausstößt. "Die Zeit wird knapp. Die nächste industrielle Revolution muss nun starten", forderte Scholz.

Indien: 'Faires Wachstum für alle' als G20-Präsidentschaftsthema

NEU DELHI - Indien will Nachhaltigkeit und Verantwortungsbewusstsein zum Thema für seine künftige G20-Präsidentschaft machen. Unter dem Motto "Eine Erde, Eine Familie, Eine Zukunft" solle die Nachricht transportiert werden, dass man in den gegenwärtigen turbulenten Zeiten in Richtung "faires und gerechtes Wachstum für alle in der Welt" streben soll, erklärte Premierminister Narendra Modi am Dienstag.

Mützenich: Bürgergeld nicht für politische Bühnen missbrauchen

BERLIN - SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hat dazu aufgerufen, das Ringen um die Einführung eines Bürgergelds statt Hartz IV nicht für politische Debatten zu missbrauchen. "Und deswegen appelliere ich auch an alle, die sich öffentlich zum Bürgergeld einlassen, nicht sozusagen eine politische Bühne mit diesem Thema zu bereiten, sondern im Interesse unserer Gesellschaft, aber auch der Betroffenen, an einem wirkungsvollen Gesetzentwurf mitzuwirken", sagte Mützenich am Dienstag vor einer Fraktionssitzung in Berlin.

ROUNDUP: Verhärtete Fronten im Streit um das Bürgergeld

BERLIN - Im Streit um die Bürgergeld-Pläne der Bundesregierung zeichnet sich keine Annäherung zwischen der Ampel-Koalition und der oppositionellen Union ab. Die Arbeitsminister von vier Bundesländern, in denen die Union an der Regierung beteiligt ist, machen gemeinsam Front gegen das Vorhaben. In einem Eckpunktepapier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, bemängeln die Ressortchefs aus Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein vor allem die vorgesehene Karenzzeit, wonach ein eventuell vorhandenes Vermögen erst nach zwei Jahren geprüft und angetastet werden soll.

Scholz lädt China in seinen Klimaclub ein

SCHARM EL SCHEICH - Bundeskanzler Olaf Scholz hat ausdrücklich auch China in seinen Klimaclub für einen ehrgeizigen Kampf gegen die Erderwärmung eingeladen. "Große Länder wie Indien und China sind da ganz bedeutsam", sagte Scholz am Dienstag am Rande der Weltklimakonferenz im ägyptischen Scharm el Scheich. "Sie werden ja einen großen Anteil der Weltwirtschaft auch in Zukunft ausmachen, sogar einen wachsenden." Deswegen sei es besonders wichtig, dass dort ambitionierte Klimaschutz-Ziele verfolgt würden.

'Spiegel': Wirtschaftsweise optimistischer zur Konjunktur als Regierung

BERLIN - Die "Wirtschaftsweisen" schätzen die Konjunkturlage für dieses und das nächste Jahr etwas optimistischer ein als die Bundesregierung. Das berichtete der "Spiegel" am Dienstag. Demnach rechnet der Sachverständigenrat für dieses Jahr mit einem Wachstum von 1,7 Prozent. Im nächsten Jahr rutscht Deutschland in eine Rezession, die mit einem Minus von 0,2 Prozent aber milde ausfällt.

Kundenhinweis:
ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jsl