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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 04.05.2021 - 17.15 Uhr

·Lesedauer: 4 Min.

USA: Industrieaufträge legen zu

WASHINGTON - Die Aufträge für US-Industrieunternehmen sind im März nach einem Rückschlag im Vormonat wieder gestiegen. Sie seien um 1,1 Prozent zum Vormonat geklettert, teilte das Handelsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Analysten hatten mit einem Anstieg um 1,3 Prozent gerechnet. Allerdings ist der Rückgang im Februar mit 0,5 Prozent geringer als zunächst ermittelt ausgefallen. Ohne Transportgüter stiegen die Aufträge im März um 1,7 Prozent.

ROUNDUP: Unionsfraktion will CO2-Preis schneller als geplant erhöhen

BERLIN - Als Konsequenz aus dem Klimaschutz-Urteil des Bundesverfassungsgerichts will die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag den CO2-Preis deutlich schneller erhöhen als bisher geplant. Zugleich sollen Bürger und Unternehmen durch einen Wegfall der EEG-Umlage beim Strompreis entlastet werden. "In dieser Kombination macht es Sinn: CO2-Preis hoch, Strompreis runter", sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Andreas Jung (CDU) am Dienstag in Berlin. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt forderte, die für 2022 und 2023 geplanten Anhebungsschritte auf 30 und 35 Euro pro Tonne CO2 zu überspringen. Stattdessen solle im nächsten Jahr direkt ein Sprung auf einen CO2-Preis von 45 Euro gemacht werden, der eigentlich erst 2024 vorgesehen wäre.

Kreise: Merkel sieht bei Corona 'Licht am Ende des Tunnels'

BERLIN - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich erfreut über die Entspannung des Corona-Infektionsgeschehens im Land geäußert. Es gebe "Licht am Ende des Tunnels", sagte sie nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen am Dienstag in Online-Beratungen der Unionsfraktion im Bundestag. Die Kanzlerin verwies auf sinkende Fallzahlen und eine leichte Entspannung in der Intensivmedizin. Zugleich mahnte Merkel nach diesen Angaben, je sorgsamer man jetzt vorgehe, umso schneller würden alle von Lockerungen profitieren können.

USA: Handelsbilanzdefizit steigt auf Rekordstand

WASHINGTON - Das Handelsbilanzdefizit der USA ist im März auf einen Rekordstand gestiegen. Das Defizit sei zum Vormonat um 3,9 Milliarden auf 74,4 Milliarden US-Dollar gewachsen, teilte das Handelsministerium am Dienstag in Washington mit. Analysten hatten das Defizit so prognostiziert.

ROUNDUP 2/Lage entspannt sich: Jeder vierte Kreis unter Inzidenz-Marke von 100

BERLIN - Jeder vierte Landkreis in Deutschland hat mittlerweile wieder eine 7-Tage-Inzidenz von weniger als 100. So lagen 103 von 412 erfassten Kreisen und kreisfreien Städten nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstagmorgen unter dieser politisch gesetzten Marke. Zum Vergleich: Vor einer Woche waren nur 57 Kreise unter der 100er-Schwelle. Liegt die Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche - an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100, greift die sogenannte Bundes-Notbremse. Damit gelten automatisch strengere Regeln wie Ausgangsbeschränkungen.

Ifo-Institut: 'Autobauer haben Corona-Tief überwunden'

MÜNCHEN - Die Geschäfte der deutschen Autohersteller und ihrer Zulieferer sind laut Ifo-Konjunkturumfrage im April so gut gelaufen wie seit zwei Jahren nicht mehr. Der Geschäftslage-Index stieg von 10,7 auf 21,6 Punkte, die Erwartungen der Automanager stiegen von 18,6 auf 24,9 Index-Punkte. "Die Autobauer haben nun ihr Corona-Tief überwunden", sagte Ifo-Umfrageleiter Klaus Wohlrabe am Dienstag in München.

20 Millionen Corona-Fälle in Indien

NEU DELHI - Indien hat seit Pandemiebeginn mehr als 20 Millionen Corona-Infektionen erfasst. Das zeigen Zahlen des Gesundheitsministeriums am Dienstag. In den vergangenen 24 Stunden haben sich demnach mehr als 357 000 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. 3449 Menschen seien im selben Zeitraum mit oder an der Krankheit gestorben. In absoluten Zahlen ist die größte Demokratie der Welt mit ihren mehr als 1,3 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohnern hinter den USA am stärksten von der Pandemie betroffen. Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Opfer deutlich über den offiziellen Zahlen liegt. Es werde vergleichsweise wenig getestet und besonders in ländlichen Gebieten würden viele zu Hause sterben und nicht in der Statistik erscheinen.

Großbritannien: Industriestimmung steigt auf höchsten Stand seit 1994

LONDON - Die Industriestimmung in Großbritannien ist im April auf den höchsten Stand seit Juli 1994 gestiegen. Der Markit-Einkaufsmanagerindex legte von 58,9 Punkten im Vormonat auf 60,9 Zähler zu, wie das Forschungsunternehmen IHS Markit am Dienstag in London laut einer zweiten Erhebung mitteilte. Damit wurde eine erste Schätzung von 60,7 Punkten übertroffen.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.