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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 01.08.2022 - 17.00 Uhr

USA: Industriestimmung fällt auf niedrigsten Stand seit über zwei Jahren

TEMPE - Die Stimmung in der US-Industrie ist im Juli auf den niedrigsten Stand seit über zwei Jahren gefallen. Der Einkaufsmanagerindex ISM fiel zum Vormonat um 0,2 Punkte auf 52,8 Punkte, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Montag in Tempe mitteilte. Dies ist der niedrigste Stand seit Juni 2000. Volkswirte hatten allerdings lediglich mit 52,0 Punkten gerechnet.

EU zahlt Ukraine neuen Milliardenkredit aus

BRÜSSEL - Die Europäische Union hat mit der Auszahlung eines weiteren Milliardenkredits an die Ukraine begonnen. Eine erste Überweisung in Höhe von 500 Millionen Euro sei am Montag erfolgt, teilte die zuständige EU-Kommission am Montag mit. Eine zweite über noch einmal 500 Millionen Euro werde an diesem Dienstag erfolgen.

USA: Bauausgaben gehen zurück

WASHINGTON - Die Schwächesignale vom US-Immobilienmarkt halten an. Die Bauausgaben sind im Juni überraschend gesunken. Im Monatsvergleich sanken sie um 1,1 Prozent, wie das US-Handelsministerium am Montag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet. Gegenüber dem Vorjahresmonat legten die Ausgaben um 8,3 Prozent zu.

ROUNDUP: Übergewinnsteuer für Scholz derzeit kein Thema

BERLIN - Die Einführung einer Sondersteuer auf hohe Zusatzgewinne von Energieunternehmen ist für Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) einem Sprecher zufolge akut kein Thema. "Aus Sicht des Kanzlers ist eine Übergewinnsteuer derzeit nicht vorgesehen", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Wolfgang Büchner am Montag in Berlin. Büchner verwies in diesem Zusammenhang auf die Vereinbarungen des Koalitionsvertrags. Zugleich aber reißen Forderungen nach einer solchen Steuer nicht ab.

ROUNDUP 2/'Unsozialer Bullshit': Scharfe Kritik an Vorschlag zu Rente mit 70

BERLIN - Gewerkschaften und Politiker der Linken haben mit Empörung auf einen Vorschlag zu einer Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre reagiert. Auch der Sozialverband VdK wandte sich am Montag gegen einen entsprechenden Vorstoß des Präsidenten des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Stefan Wolf. Dieser hatte sich im Gespräch mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag) für eine längere Lebensarbeitszeit ausgesprochen und dies unter anderem mit einer immer älter werdenden Gesellschaft begründet. "Schaut man sich die demografische Entwicklung und die Belastungen der Sozial- und Rentenkassen an, dann sind die Reserven aufgebraucht. Wir werden länger und mehr arbeiten müssen", sagte Wolf. "Stufenweise werden wir auf das Renteneintrittsalter von 70 Jahren hochgehen müssen - auch weil das Lebensalter immer weiter steigt." Ansonsten werde das System mittelfristig nicht mehr finanzierbar sein.

Tschechien entlastet Bürger bei Energiekosten

PRAG - Tschechien greift Privathaushalten bei den Energiekosten unter die Arme. Präsident Milos Zeman unterzeichnete am Montag ein entsprechendes Gesetz, das von beiden Parlamentskammern verabschiedet worden war. Der sogenannte vergünstigte Tarif soll zunächst während der bevorstehenden Heizsaison von Anfang Oktober 2022 bis Ende März 2023 gelten.

ROUNDUP: Iran zur Wiederaufnahme der Atomverhandlungen bereit

TEHERAN - Der Iran hat seine Bereitschaft für eine Wiederaufnahme der Atomverhandlungen signalisiert. "Wir haben in den letzten Tagen wichtige Botschaften erhalten (... ) Es besteht in der Tat schon bald die Möglichkeit für neue Verhandlungen", sagte Außenamtssprecher Nasser Kanaani am Montag in Teheran. Der Iran wolle definitiv ein Ende des Atomstreits und eine umfassende Einigung. Wann und wo die neuen Verhandlungen stattfinden werden, sagte der Sprecher nicht. Auch Atomchefunterhändler Ali Bagheri twitterte: "Wir sind bereit die Verhandlungen kurzfristig zu einem Abschluss zu bringen."

ROUNDUP: Angst vor Eskalation um Taiwan wächst - China droht den USA

PEKING/SINGAPUR - In den Spannungen um Taiwan wachsen die Sorgen vor einer Eskalation und den Folgen eines Konflikts für die Wirtschaft in Deutschland und weltweit. China warnte die USA am Montag erneut vor einer "sehr ernsten Lage und Konsequenzen", sollte die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, diese Woche doch zu einem Besuch nach Taiwan reisen. Die 82-jährige Spitzenpolitikerin begann ihre Asienreise am Montag in Singapur. Weitere angekündigte Stationen sind Malaysia, Japan und Südkorea.

ROUNDUP/Konsumklima eisig: Handel erleidet größten Umsatzeinbruch seit 1994

BERLIN/WIESBADEN - Die hohe Inflation und die Angst vor den explodierenden Heizkosten sorgt in Deutschland mitten im Sommer für ein eisiges Konsumklima. Egal ob Lebensmittel oder Textilien - es wurde im Juni deutlich weniger eingekauft als noch vor einem Jahr. Auch der Onlinehandel blieb von der Kaufzurückhaltung nicht verschont, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Und eine rasche Besserung ist nach Einschätzung des Handelsverbandes Deutschland (HDE) nicht in Sicht.

ROUNDUP: Industriestimmung im Euroraum fällt unter Wachstumsgrenze

LONDON - Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone hat sich im Juli weiter verschlechtert. Mit weniger als 50 Punkten deutet der Einkaufsmanagerindex von S&P Global erstmals seit gut zwei Jahren wieder auf eine wirtschaftliche Schrumpfung hin. Der Indikator fällt zum Vormonat um 2,3 Punkte auf 49,8 Zähler, wie S&P am Montag in London mitteilte. Ein vorläufiges Ergebnis wurden allerdings leicht nach oben revidiert.

Großbritannien: Industriestimmung fällt auf Zweijahrestief

LONDON - Die Stimmung in der britischen Industrie ist im Juni auf den tiefsten Stand seit gut zwei Jahren gefallen. Der Indikator von S&P Global sank gegenüber dem Vormonat um 0,7 Punkte auf 52,1 Zähler, wie S&P am Montag in London mitteilte. Ein vorläufiges Ergebnis wurde geringfügig nach unten korrigiert. Trotz der schlechten Stimmung deutet die Kennzahl mit mehr als 50 Punkten auf wirtschaftliches Wachstum hin.

Eurozone: Arbeitslosenquote verharrt auf Rekordtief von 6,6 Prozent

LUXEMBURG - In der Eurozone hat die Arbeitslosenquote im Juni auf einem Rekordtief verharrt. Die Arbeitslosenquote lag wie schon im Vormonat bei 6,6 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Montag in Luxemburg mitteilte. Seit der Einführung des Euro an den Finanzmärkten im Jahr 1999 lag die Quote niemals niedriger. Volkswirte hatten mit der Entwicklung im Schnitt gerechnet

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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