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Dirk Roßmann über Reichtum: „Ich war viele Jahre ein sehr getriebener Mensch. Reich, aber hoch verschuldet“

·Lesedauer: 2 Min.
Dirk Roßmann, Gründer und Geschäftsführer der Drogeriekette Rossmann
Dirk Roßmann, Gründer und Geschäftsführer der Drogeriekette Rossmann

Er gehört zu den glücklichen Unternehmern, deren Geschäft zumindest nicht unter den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie gelitten hat: Dirk Roßmann ist Geschäftsführer der Drogeriekette Rossmann und unterhält mit seinem 1972 gegründeten Unternehmen inzwischen mehr als 4.000 Filialen in Europa. Im Interview mit dem „Spiegel“ sprach er über Reichtum und seine Beziehung zu Geld.

Dabei übt sich Roßmann in Understatement: Wie viel Geld er habe, lasse sich schwer beziffern. Auf dem Papier besitze er zwei bis drei Milliarden Euro – was aber natürlich ein fiktiver Betrag sei, für den er die Firma verkaufen müsste. Das komme für ihn allerdings nicht infrage, da das Unternehmen einen erheblichen Teil seiner Lebensfreude ausmache.

„Ohne Freiheit macht Geld ganz bestimmt nicht glücklich“

Seine Beziehung zu Geld sei maßgeblich von den Erfahrungen seiner Nachkriegskindheit geprägt, so Roßmann zum „Spiegel“. Die Familie sei damals so arm gewesen, dass Kosten für Strom und Kleidung bereits zum Problem geworden seien. Dementsprechend bedeute Geld für ihn Sicherheit und Freiheit. Es sei „aber nicht ausschlaggebend, um glücklich zu sein“, so Roßmann.

Umgekehrt gelte nämlich: „Wenn man sich alles kaufen kann, will man vieles gar nicht mehr.“ Seine Frau kaufe sich keinen Schmuck, in seinem eigenen Kleiderschrank würden nur ein paar Basics hängen. Er besitze auch nur ein sehr altes Handy und wolle gar kein Smartphone. „Das ist für mich Freiheit. Ohne Freiheit macht Geld ganz bestimmt nicht glücklich.“ Das heiße aber nicht, dass er sich keinen Luxus gönne, sagte Roßmann dem „Spiegel“ weiter. Für Reisen mit der Familie chartere er durchaus mal einen Privatjet und alle acht Jahre gebe es einen neuen Mercedes.

Durch Expansion nach Osteuropa kurz vor der Insolvenz

Er sei aber nicht immer so souverän mit seinem Vermögen umgegangen und durchaus mal unglücklich damit gewesen: „Ich war viele Jahre ein sehr getriebener Mensch. Reich, aber hoch verschuldet“, so Roßmann. 1996 habe er sich dann bei der Expansion nach Osteuropa übernommen, weshalb das Unternehmen mit zwölf Millionen Mark Verlust vor der Insolvenz stand. Privat habe er sich außerdem an der Börse verspekuliert.

Geld sei also nichts ohne die innere Gelassenheit: „Wissen Sie: Männer um die fünfzig, wie ich damals einer war, sind komplizierte Wesen. Sie rivalisieren, wollen sich ständig beweisen.“ Herausgeholfen habe ihm damals seine Frau – mit der Rossmann Ideenwelt. Heute gehe es der Familie wieder gut, nicht nur finanziell.

sb

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