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Wie diese junge Investorin innerhalb eines Jahres ein Immobilienportfolio aufbaute – Schritt für Schritt

·Lesedauer: 5 Min.

Der 29-jährigen Amelia McGee zufolge, ist es sehr einfach, in Immobilien zu investieren. Dabei hat sich McGee die wichtigsten Strategien dazu selbst beigebracht. Hier folgt ihre Geschichte.

Amelia McGee stieß eines Tages auf ein 30.000 US-Dollar teures Haus in Chariton, im US-Bundesstaat Iowa, erzählt sie. Und das brachte sie auf eine Geschäftsidee. Sie wollte das Haus renovieren, um es dann weiterzuverkaufen. So, dachte sie, könnte sie einen guten Gewinn erzielen. Seit 1996 besitzen ihre Eltern in dem Ort ein Haus, weshalb sie wusste, dass in der Stadt eine große Nachfrage an hochwertigem Wohnraum besteht. Dieses Wissen wollte sie sich zunutze machen.

Für die Renovierung plante sie eine Summe von weiteren 30.000 Dollar ein. Somit würden ihre Gesamtausgaben 60.000 Dollar betragen. Um das Vorhaben zu finanzieren, investierte die junge Unternehmerin 10.000 Dollar aus ihren eigenen Ersparnissen. Zusätzlich nahm sie einen Kredit bei einer örtlichen Bank auf, zu dem ihre Eltern Zugang hatten. Es habe einige Zeit gedauert, ihre Eltern davon zu überzeugen, ihr Zugang zu deren Kreditlinie zu gewähren, erzählt sie. Aber schließlich hätten sie sich dazu durchgerungen und seien zu gleichen Anteilen mit ihr eingestiegen.

Mithilfe der Finanzierung konnte sie die Immobilie renovieren und das Objekt anschließend wieder auf dem Wohnungsmarkt inserieren. Sie verkaufte das Haus für 120.000 Dollar. Damit erzielte sie einen Gewinn von 60.000 Dollar. Nach der gleichmäßigen Gewinnteilung zwischen Amelia McGee und ihren Eltern ging McGee mit einem Gewinn von 30.000 Dollar nach Hause. Der gleiche Betrag, den das Haus ursprünglich gekostet hatte.

„Um das Budget für das Material zu berechnen, habe ich bei den Bau- und Einzelhandelsketten Home Depot, Menards und Lowe’s nachgesehen und alle gewünschten Artikel in eine Tabelle eingetragen. Es war sehr vereinfacht, aber es hat funktioniert“, berichtete McGee kürzlich in einer Folge des Real Estate Rookie Podcasts von BiggerPockets. „Anschließend habe ich für alles, was wir an Arbeitskosten zu zahlen hatten, eine Google-Suche durchgeführt. Die höchsten Kostenvoranschläge, die ich dort gefunden habe, übernahm ich in meine Rechnungen“, fuhr sie fort. „Bei den meisten Kostenvoranschlägen wird euch eine Spanne vorgegeben. Ich nahm immer den höchsten Wert. So konnte ich mir eine etwaige Vorstellung davon machen, wie viel Geld ich benötigen würde. Letztendlich war es also eigentlich nur die Suchmaschine, die mir die wichtigsten Infos für mein Unternehmensprojekt lieferte.“

Mittlerweile besitzt Amelia McGee – zumindest zeitweise – bis zu 25 Objekte. Auf die Frage, wie man ohne einen Kredit anfangen könne, sagte die junge Unternehmerin: „Es ist schwer, ohne Geld ein Unternehmen zu gründen oder eine Geschäftsidee zu verwirklichen.“ Dennoch empfiehlt sie, sich auf das Sparen zu konzentrieren und Nebenjobs anzunehmen, sofern das möglich ist. Ebenfalls betonte sie, dass die Immobilieninvestitionsstrategie des „Großhandels“ von Immobilien eine „ideale Möglichkeit ist, um ohne Geld anzufangen.“

Andere Finanzierungsstrategien

Das Haus in Chariton war der Startschuss für Amelia McGees Reise in die Welt des Immobilienhandels. Sie beschloss, ihren Gewinn von 30.000 Dollar in ein Haus für 78.000 Dollar in derselben Stadt zu investieren. Auch für dieses Projekt nahm sie den Kreditrahmen ihrer Eltern in Anspruch, um den Rest des Projektes zu finanzieren.

Diesmal ging sie jedoch nicht mit derselben Strategie vor wie beim letzten Mal. Sie entschloss sich, nach der BRRRR-Methode vorzugehen. Diese steht für Kaufen (Buy), Renovieren (Rehab), Mieten (Rent), Refinanzieren (Refinance) und Wiederholen (Repeat). Bei dieser Strategie renovieren Investorinnen und Investoren nach dem Kauf einer Immobilie das Objekt, vermieten es, refinanzieren es zu einem gestiegenen Preis und verwenden dann die erwirtschafteten Gewinne, um in weitere Immobilien zu investieren. Nach der Umgestaltung des zweiten Hauses steigerte McGee den Wert der Immobilie auf 92.000 Dollar. Sie refinanzierte 80 Prozent des Eigenkapitals und verwendete dieses Geld, um eine weitere Immobilie vom selben Verkäufer zu erwerben.

Wenn Investorinnen und Investoren nach dieser Strategie vorgehen, erhalten sie von der Bank einen bestimmten Betrag an Eigenkapital in bar — das Kapital, das sie benötigen, um ein anderes Objekt zu kaufen. Das investierte Eigenkapital wird in der Folgezeit über eine längere Zeitspanne durch die Mieteinnahmen wieder aufgebaut. Anschließend kann es in ein neues Projekt investiert werden.

Mit dem Heranwachsen ihres Geschäfts hat sich McGee auch an private Darlehensgeber gewandt. Bei ihrem jüngsten Geschäft handelte es sich um eine Immobilie mit elf Wohneinheiten in Des Moines, Iwoa, bei der sie sich mit einem Ehepaar zusammengetan hat. Über Instagram war sie von dem Ehepaar kontaktiert worden, nachdem sie auf ihrem Profil eine Anfrage veröffentlicht hatte. Sie handelte mit dem Paar einen 60/40-Deal aus, bei dem sie 40 Prozent des Eigenkapitals an der Immobilie und die Verwaltung des Objekts übernehmen sollte.

Wie McGee soziale Medien bei Immobilieninvestitionen nutzt

Bei McGees Immobiliengeschäften spielten soziale Medien große Rolle. Ihr Instagram-Konto ist auf Immobilien spezialisiert und ihr folgen inzwischen über 2.500 Nutzer und Nutzerinnen. Über das Instagram-Profil kontaktiert die junge Investorin potenzielle Partnerinnen und Partner für ihre Geschäfte.

"Ich habe dieses großartige Angebot in Des Moines gefunden und alle Zahlen durchgerechnet. Danach dachte ich: ‚Wow, das ist unglaublich. Es ist eine 27-prozentige Bargeldrendite und hat einen monatlichen Kapitalfluss von 2.000 Dollar.‘ Also habe ich es auf Instagram gepostet. Dazu schrieb ich: ‚Hey, ich suche eine Eigenkapitalpartnerin oder -Partner, der das Geld dafür vorschießt." Denn ich hatte zu dem Zeitpunkt nicht genügend Kapital. Ich hatte mein gesamtes Geld bereits investiert“, erzählte sie im Podcast über das besagte Paar, das die Immobilie später co-finanzieren sollte.

Darüber hinaus nutzt McGee soziale Medien, um neben Geschäftspartnern auch Mieterinnen und Mieter zu finden. Dazu beobachtet sie eine Facebook-Marktplatzgruppe, die der Wohnungssuche in Chariton gewidmet ist. Bislang habe sie alle ihre Mieter über diese Gruppe gefunden, erzählt sie. Sie lässt die Interessenten ein Informationsformular ausfüllen und überprüft dann deren Einkommen bei ihren Arbeitgebern. Zusätzlich überprüft sie die Facebook-Konten der Interessenten, um eventuelle Auffälligkeiten zu erkennen.

„Einer der Bewerber hatte mal ein Live-Video auf seiner Facebook-Seite. Es zeigte ihn bei einer Schlägerei in einer Bar, völlig betrunken“, erzählte sie im Podcast. „Er hat es nicht aus seinem Feed gelöscht. Es war öffentlich zu sehen. Da dachte ich mir: ‚Nein, diesen Menschen möchte ich nicht in einem meiner Objekte wohnen lassen.‘“

Dieser Artikel wurde von Julia Knopf aus dem Englischen übersetzt und editiert. Das Original lest ihr hier.

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