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DFL-Chef Christian Seifert hört auf

·Lesedauer: 2 Min.

Der Badener hielt sich mehr als 15 Jahre an der Spitze der Klub-Vereinigung. Nun sucht der 51-Jährige nach einer neuen Herausforderung. Die könnte in einem Konzern liegen.

Der Badener verlässt die Bundesliga spätestens in zwei Jahren. Wohin es ihn zieht, ist noch offen. Foto: dpa
Der Badener verlässt die Bundesliga spätestens in zwei Jahren. Wohin es ihn zieht, ist noch offen. Foto: dpa

Spätestens im Juni 2022 ist Schluss: Der Chef der Deutschen Fußball-Liga (DFL), Christian Seifert, wird seinen Vertrag nicht verlängern. Das teilte der Zusammenschluss der 36 Bundesliga-Klubs an diesem Montag mit. „In zwei Jahren möchte ich ein neues berufliches Kapitel aufschlagen“, sagte der 51-Jährige.

Die Vereine hätten Seifert gerne an der Spitze ihrer Dachorganisation behalten, heißt es im Umfeld der DFL. Der Manager aber wolle noch einmal etwas Neues ausprobieren, eine andere Richtung einschlagen.

Einen neuen Job habe der Badener aber nicht. Ihm werden schon länger Ambitionen nachgesagt, einen Konzern zu führen.

Der Abschied aus der DFL-Zentrale bedeutet für beide Seiten eine Zäsur. Denn seit 15 Jahren steht der Betriebswirt bereits an der Spitze der DFL. In den Verhandlungen mit den TV-Sendern hat der Familienvater in dieser Zeit Milliarden Euro für die Klubs herausgeholt.

Den größten Dienst hat der Manager den Profifußballern aber wohl in diesem Jahr erwiesen: Schließlich brachte es Seifert fertig, dass in der Bundesliga der Ball früher wieder rollte als in jeder anderen Profiliga der westlichen Welt – ohne größere Zwischenfälle. So manchen Verein hat der DFL-Boss damit vor gewaltigen wirtschaftlichen Schwierigkeiten bewahrt, wenn nicht gar vor der Pleite.

Seifert wird die DFL noch auf Jahre hinaus prägen

Dem Renommee in den Vereinen war nicht zuletzt der neue TV-Vertrag förderlich, den Seifert im Frühsommer aushandelte. Für die vier Spielzeiten ab dem Jahr 2021 kassieren die Vereine insgesamt 4,4 Milliarden Euro. Das sind zwar rund 200 Millionen Euro weniger als noch vor vier Jahren, angesichts der Pandemie aber immer noch viel Geld.

Die DFL macht sich nun daran, die Nachfolge zu regeln. „Professionell und ohne Zeitdruck“ werde das angegangen, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Peter Peters. Der Ex-Finanzvorstand von Schalke attestierte Seifert eine „herausragende Arbeit“.

Fußball-Funktionär Seifert wird die DFL trotz seines bevorstehenden Abgangs noch auf Jahre hinaus prägen, so viel steht fest. Denn erst diesen Sommer hat Seifert eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die dem deutschen Profifußball Wege in die Zukunft aufzeigen soll. 35 Persönlichkeiten sind dabei: Fanvertreter und Klubmanager, Journalisten, Sponsoren und Politiker.

Seifert will Vertrag erfüllen

Wenn er nicht vorzeitig abgelöst werde, wolle Seifert seinen Vertrag bis zum letzten Tag erfüllen, heißt es bei der DFL. Zu tun gibt es für ihn momentan mehr als genug.

Wegen des Coronavirus ändern sich die Auflagen fast täglich. Die Vereine schmerzt, dass sie wegen des Coronavirus vor weitgehend leeren Tribünen spielen müssen. An die Rolle als Krisenmanager hat sich Seifert inzwischen gewöhnt.