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Devisen: Eurokurs tritt zu Wochenbeginn nahezu auf der Stelle

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Eurokurs <EU0009652759> hat sich zu Wochenbeginn bislang recht stabil gezeigt. Die Gemeinschaftswährung pendelte am Montag in einer engen Spanne um die Marke von 1,1250 US-Dollar herum und bewegte sich damit in etwa auf dem Niveau vom Freitagabend. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,1304 Dollar festgesetzt.

Die Stimmung an den Aktienmärkten trübte sich am Montag zwischenzeitlich deutlich ein. Der Euro wurde dadurch aber nicht nennenswert belastet. Ein neuer Coronavirus-Ausbruch in Peking verunsicherte die Anleger ebenso wie unerwartet schwache Konjunkturdaten aus China. So war die Erholung der dortigen Industrieproduktion im Mai nicht so stark ausgefallen wie erhofft.

"Im Allgemeinen hat sich Chinas Wirtschaft in den letzten Monaten kontinuierlich erholt", schrieb Volkswirt Hao Zhou von der Commerzbank. "Die neuen lokalen Covid-19-Fälle in der Hauptstadt bringen jedoch neue Unsicherheiten für die wirtschaftlichen Aussichten mit sich."

Ende letzter Woche war der Euro deutlich unter Druck geraten, nachdem ein pessimistischer Konjunkturausblick der US-Notenbank und die Angst vor einer zweiten Corona-Welle in den Vereinigten Staaten die Anleger verschreckt hatten. Der Euro verlor in der Spitze fast 2 Cent.

"Eine mögliche zweite Covid-19-Welle ist seit letzter Woche zu einer ernsthafteren Bedrohung für Anleger geworden, und das bedeutet, dass sich die Schwankungen zwischen Risikoaversion und Risikobereitschaft als stärker und häufiger erweisen könnten", schrieb Volkswirtin Chiara Silvestre von der italienischen Bank Unicredit.