Deutsche Märkte öffnen in 2 Stunden 30 Minuten
  • Nikkei 225

    27.797,57
    -202,39 (-0,72%)
     
  • Dow Jones 30

    32.774,41
    -58,13 (-0,18%)
     
  • BTC-EUR

    22.442,47
    -1.046,02 (-4,45%)
     
  • CMC Crypto 200

    531,88
    -25,47 (-4,57%)
     
  • Nasdaq Compositive

    12.493,93
    -150,53 (-1,19%)
     
  • S&P 500

    4.122,47
    -17,59 (-0,42%)
     

Devisen: Euro zieht an - EZB prüfte Kreisen zufolge stärkeren Zinsschritt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aussicht auf einen größeren Zinsschritt der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag hat den Euro <EU0009652759> angetrieben. Die Gemeinschaftswährung zog am Dienstag nach einem verhaltenen Start um rund einen Cent an und notierte am Mittag mit bis zu 1,0269 US-Dollar. Damit erreichte sie das höchste Niveau seit knapp zwei Wochen. Die EZB hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,0131 Dollar festgesetzt.

Auslöser des Kurssprungs beim Euro ist ein Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach es in der EZB laut informierten Kreisen Überlegungen zu einer stärkeren Zinsanhebung gibt. Anstatt wie bisher signalisiert, die Leitzinsen am Donnerstag erstmals seit elf Jahren um 0,25 Prozentpunkte anzuheben, könnte man sich auch zu einer stärkeren Anhebung um 0,5 Punkte entschließen. Hintergrund sei die hohe Inflation im Währungsraum.

Die Teuerung in der Eurozone hat sich im Juni weiter beschleunigt und abermals einen Rekordwert erreicht. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhten sich die Verbraucherpreise um 8,6 Prozent. Die Daten belegten einen sehr starken Preisdruck, schrieb Jack Allen-Reynolds, Volkswirt für Europa bei Capital Economics. Unabhängig davon, ob die EZB am Donnerstag den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte anhebe oder nicht, handele es sich um den Beginn eines aggressiven zwölfmonatigen Straffungszyklus.

Derweil bleiben die politischen Entwicklungen in Italien und die Energiesituation in Europa im Fokus der Anleger. In Italien ist nach wie vor die Zukunft der international geschätzten Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi fraglich. Im europäischen Energiesektor ist die Gefahr einer Erdgaskrise im Fall dauerhaft ausbleibender Lieferungen aus Russland groß. Der Euro hat unter dem Energie-Risiko stark gelitten.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.